Zum Inhalt springen

Tourismusverband Großarltal

+43 6414 281info@grossarltal.info

Sicher am Berg unterwegs

Tipps für die alpine Sicherheit im Großarltal

Ob beim Wandern, Mountainbiken, Klettern oder Bergsteigen: Wer im Großarltal in den Bergen unterwegs ist, erlebt beeindruckende Natur und einzigartige Bergerlebnisse. Damit Ihr Tag am Berg nicht nur schön, sondern auch sicher verläuft, sind eine gute Vorbereitung, die passende Tourenwahl, die richtige Ausrüstung und umsichtiges Verhalten besonders wichtig. Eine sorgfältige Planung hilft dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen, Wetter und Verhältnisse richtig einzuschätzen und die eigenen Fähigkeiten realistisch zu berücksichtigen. So schaffen Sie die beste Grundlage, um Ihre Zeit in den Bergen des Großarltals sicher und gut vorbereitet zu genießen.

Drohnenaufnahme vom Draugstein (3)
Gut vorbereitet ins Bergerlebnis starten

Sicherheit am Berg beginnt nicht erst am Wanderweg, sondern schon bei der Planung. Gerade in einer alpinen Region wie dem Großarltal ist es wichtig, Touren bewusst auszuwählen, genügend Zeit einzuplanen und auf die eigenen Kräfte zu achten. Distanz, Höhenmeter und Schwierigkeitsgrad sollten immer zur persönlichen Fitness passen. Ebenso wichtig sind Wettervorhersage, aktuelle Wegverhältnisse, passende Ausrüstung und ausreichend Pausen. Zeitdruck ist beim Wandern fehl am Platz. Besonders beim Abstieg können Müdigkeit, nachlassende Konzentration und unbedachte Schritte zum Risiko werden.

Dos am Berg

was zu einer sicheren Wanderung dazugehört

Wer aufmerksam und rücksichtsvoll unterwegs ist, trägt viel zur eigenen Sicherheit und zum Schutz der Natur bei.

  • Bleiben Sie auf den markierten Wegen.
  • Nehmen Sie Ihren Müll wieder mit und hinterlassen Sie die Natur so, wie Sie sie vorgefunden haben.
  • Packen Sie ausreichend Wasser und Proviant für die gesamte Wanderung ein.
  • Prüfen Sie vor jeder Tour die Wettervorhersage genau.
  • Planen und kennen Sie Ihre Route, bevor Sie losgehen.
  • Brechen Sie eine Tour lieber ab, wenn die Bedingungen schlecht sind oder die Kräfte nachlassen.
  • Achten Sie bewusst auf Ihre Schritte, denn Stolpern und Ausrutschen gehören zu den häufigsten Unfallursachen am Berg.
  • Halten Sie Abstand zu Weide- und Wildtieren.
  • Führen Sie Hunde immer an der Leine.

Don’ts am Berg

was Sie vermeiden sollten

Ebenso wichtig ist, was am Berg besser unterlassen werden sollte.

  • Werden Sie nicht übermütig.
  • Treten Sie keine Steine los und warnen Sie andere, falls es doch passiert.
  • Pflücken oder beschädigen Sie keine geschützten Pflanzen.
  • Stören Sie keine Wildtiere in ihren Schutzzonen.
  • Verwenden Sie keine Drohnen in Schutzzonen.
  • Wandern Sie möglichst nicht alleine. Gemeinsam unterwegs zu sein ist sicherer.

Die richtige Tourenwahl

ehrlich einschätzen, passend entscheiden

Nicht jede Wanderung passt zu jeder Person. Eine ehrliche Selbsteinschätzung ist der Schlüssel zu einer sicheren und genussvollen Tour. Vor allem Wander-Einsteiger sollten sich vorab fragen, ob Kondition, Erfahrung und Ausrüstung wirklich zu den Anforderungen der geplanten Route passen. Entscheidend sind dabei unter anderem:

  • eigene Kondition und körperliche Fitness
  • Höhenmeter, Distanz und geplante Gehzeit
  • aktuelle Verhältnisse vor Ort
  • Wettervorhersage
  • richtige Ausrüstung
  • Erfahrung im Lesen von Wegmarkierungen und Wanderkarten
  • realistischer Zeitplan mit Rückweg und Dämmerung
  • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit


Wenn Sie bei mehreren Punkten unsicher sind, ist eine leichtere Route die bessere Wahl.

Auf unserer Webseite finden Sie viele verschiedene Tourenvorschläge aus dem Großarltal mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.

Wanderwegbeschilderung
Schwierigkeitsgrade richtig verstehen

Für eine sichere Tourenwahl hilft auch ein Blick auf die Schwierigkeit der Wege im Großarltal:

  • Einfache Wege (blau): Spazierwege und einfache Wanderwege, vor allem im Talbereich, mit nur geringen Höhenunterschieden.
  • Mittelschwere Wege (rot): Vorwiegend Bergwanderwege, teils auch schmalere und abschüssige Abschnitte. Im Wegverlauf können steilere Passagen vorkommen. Stellenweise ist Schwindelfreiheit erforderlich. Knöchelhohe Wander-, Trekking- oder Bergschuhe mit Profilsohle sind notwendig.
  • Schwere Wege (schwarz): Anspruchsvolle Bergwanderwege und Alpinsteige mit oft schmalen und steilen Passagen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich. Bei Nässe, Restschnee oder Vereisung ist das Begehen besonders gefährlich.

Sorgfältige Routenplanung

Sicherheit beginnt vor dem Start

Eine gute Routenplanung hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Wanderung realistisch einzuschätzen. Beachten Sie bei der Planung folgende Punkte:

  • Distanz, Höhenmeter und Schwierigkeitsgrad
  • Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
  • aktuelle Wettervorhersage
  • Zustand des Weges und mögliche Altschneefelder in höheren Lagen
  • ausreichende Zeitreserven
  • Pausen für Kraft und Konzentration
  • passendes Tempo entsprechend Gelände und Kondition


Besonders hervorgehoben wird, dass Müdigkeit die Konzentration beeinträchtigen kann und gerade beim Abstieg Koordination und Reaktionsschnelligkeit nachlassen. Deshalb gilt: Lieber eine Pause mehr einlegen und ohne Zeitdruck unterwegs sein.

Die richtige Ausrüstung

Gut ausgerüstet im Großarltal unterwegs

Die richtige Ausrüstung kann entscheidend dafür sein, ob eine Wanderung angenehm und sicher verläuft. Empfohlen werden atmungsaktive Kleidung und der Zwiebellook, damit Sie auf wechselnde Bedingungen gut reagieren können. Auch Kopfbedeckung, Regenschutz, Kleidung zum Wechseln und Warmhalten sowie Sonnenbrille und Sonnencreme gehören zur Grundausstattung.

Passende Kleidung und Schuhe

  • atmungsaktive Kleidung
  • Zwiebellook
  • Kopfbedeckung
  • Regen-, Kälte- und Sonnenschutz
  • feste Wanderschuhe mit guter Passform
  • rutschfeste Sohlen und gutes Profil
  • bei steilerem Gelände knöchelhohe Wanderschuhe

Must-haves im Rucksack

  • Erste-Hilfe-Paket
  • Mobiltelefon
  • ausreichend Wasser
  • Proviant & Getränke
  • Sonnenbrille und Sonnencreme
  • Wechselkleidung
  • Ausweis & E-Card
  • Bargeld
  • Taschentücher
  • Taschenmesser
  • Stirnlampe
  • Wanderstöcke
  • Müllsack
  • Karte oder GPS-Gerät
  • Medikamente bei Bedarf

Alpiner Notfall

was im Ernstfall zählt

Kommt es zu einem alpinen Notfall, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und den Notruf zu wählen.

Wichtige Notrufnummern sind:

  • 140 – Bergrettung
  • 112 – Euro-Notruf
  • 133 – Polizei
  • 144 – Rettung


Wichtig ist außerdem:

  • alle Fragen zu Unfallort, Anzahl der Verletzten und Unfallhergang beantworten
  • den Anweisungen folgen
  • am Telefon bleiben und eine Rückrufnummer bekanntgeben

Kein Empfang: Was tun?

Wenn kein Empfang vorhanden ist, schalten Sie das Handy aus und geben Sie anstelle des PIN-Codes sofort die 112 (Europäischer Notruf) ein oder drücken Sie die SOS-Taste. Der Euro-Notruf funktioniert unabhängig vom Netzbetreiber. Funktioniert das Handy nach dem Aus- und Einschalten immer noch nicht, dann wechseln Sie den Standort und wählen in regelmäßigen Abständen erneut die 112. Sollte auch das nicht helfen, peilen Sie die nächste Alpin-Unfallmeldestelle (z.B.: Hütte, Liftstation) an und wählen weiterhin 112.

Das alpine Notsignal

Ist kein Notruf möglich, kommt das alpine Notsignal zum Einsatz:

  • sechs hör- oder sichtbare Signale in einer Minute
  • eine Minute Pause
  • danach wieder sechs Signale


Wenn Sie einen Hilferuf wahrnehmen, gilt:

  • sofort die Rettungskräfte verständigen
  • den Ort des wahrgenommenen Signals möglichst genau beschreiben
  • als Antwort drei Signale geben
  • eine Minute Pause
  • danach wieder drei Signale

BergMate

ergänzende Sicherheitsunterstützung am Berg

BergMate ist die innovative Sicherheits-App für Bergsteiger, Wanderer und Outdoor-Begeisterte in Österreich. Mit modernster Technologie und einem durchdachten Notfallsystem trägt BergMate dazu bei, dass Sie auf jeder Tour sicher unterwegs sind – von der Planung bis zur sicheren Rückkehr. Die App vereint Echtzeit-Standortverfolgung, automatische Notfallbenachrichtigungen und umfassende Tourenplanung in einer benutzerfreundlichen Oberfläche. Ein besonderer Vorteil besteht darin, dass die Sicherheitskette auch dann aufrechterhalten wird, wenn das Handy leer oder beschädigt ist, da die zuletzt übermittelte Position bereits serverseitig gespeichert wurde.

Kernfunktionen von der App BergMate:

  • GPS-Tracking (5-10 Metern Genauigkeit)
  • Automatische Alarmierung
  • Notfall-Portal für Rettung
  • Offline-Funktionalität
  • Mobilfunk-Abdeckungskarte
  • Echtzeit-Wetterwarnungen
  • Gewitter-Warnung (2h Vorlauf)
  • Notfallhandbuch offline
  • Foto-Dokumentation der Tour
kuehe-hierzeck
Der richtige Umgang mit Weidevieh
Beim Wandern und Mountainbiken im Großarltal gehören Almen und Weidevieh ganz selbstverständlich dazu. Mit etwas Abstand, Ruhe und Rücksicht gelingt das Miteinander auf der Alm sicher und entspannt – für Mensch, Hund und Weidetier.
Der richtige Umgang mit Weidevieh

FAQs - häufige Fragen

zu Ihrer Sicherheit am Berg

Österreich
Ski Amadé
Salzburger Land
Nationalpark Hohe Tauern