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Die Karwoche aus Sicht der Langschläfer

Spätaufsteher haben es in der Karwoche besonders schwer. Nicht nur, dass Sie

Palmstange im Großarltal

Palmstange im Großarltal

  • viele Bräuche wie den Palmsonntag oder das Eierfärben verschlafen,
  • nicht mehr auf die Piste kommen und die sehr guten Pistenverhältnisse und die heutige Kinderolympiade versäumen,
  • sondern auch (und das ist diese Woche ganz besonders, da Ostern so spät ist) nicht auf die bereits geöffneten Almen (Loosbühelalm, Mooslehenalm, Heugathalm, Viehhausalm und die Heimalm) kommen.

In dieser Woche gilt wahrlich das Sprichwort „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Andernfalls bekommt jeweils der letzte, der in einer Familie oder in einem Haus aufsteht, in dieser Woche einen nicht ganz so schönen Titel. Meistens ergattere ich die ganzen Titel zuhause, obwohl Langschläfer da schon ein bisschen übertrieben ist, wenn man um 08.00 Uhr bereits in der Arbeit ist… 1, 2 Minuten würde ich es die meiste Zeit im Bett schon noch aushalten. Also, den Anfang macht der Palmesel am Palmsonntag. Montag, Dienstag und Mittwoch sind dann wieder richtige Ausschlaftage – es heißt die Ferien zu genießen. Am Gründonnerstag ist der wirklich ehrenvolle Titel „Ontlasgon“. Bitte fragen Sie mich nicht nach einer Übersetzung in die Schriftsprache, ich weiß es nicht. Am Karfreitag folgt dann die Karfreitagratsch, wohl weil am Gründonnerstag die Kirchenglocken nach Rom fliegen und die Ratschen das Glockenläuten bis zur Osternacht ersetzen. Schließlich folgt am Karsamstag die Taflappin (das ist eine Kombination aus Taufe + nicht ganz so tolle Frau). Wenn der Papa beim Ölberg- oder beim Leiden-Christi-Singen mitsingt, haben die Kinder rein theoretisch eine Chance, am Karfreitag oder am Karsamstag nicht den Titel zu holen, da das Singen nämlich bis um nach 04.00 Uhr dauert. Am Ostersonntag werden zum ersten Mal die Frühaufsteher belohnt. Der erste, der aus dem Bett kommt, wird das Osterlamm. Der letzte bekommt wiederum einen besonders schönen Titel: „Osterpfla“. Nur ein paar Orte weiter heißt dieser Osterpfla Osterstinker. Vielleicht können Sie sich darunter etwas mehr vorstellen. In Großarl, so finde ich, verdient der Osterpfla zum Großteil seinen Namen nicht. Es ist nämlich guter Brauch, dass man zur Auferstehungsfeier geht und diese ist in Großarl bereits um 05.00 Uhr. Man muss daher mindestens um 04.30 Uhr aufstehen, um rechtzeitig in die Kirche zu kommen. Also Langschläfer bis 04.30 Uhr. Darüber lässt sich streiten.

So wird es wohl nicht aussehen, der Osterpfla

So wird es wohl nicht aussehen, der Osterpfla

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