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Naturjuwel Schödersee / Schödertal

Der Schödersee und das gesamte Schödertal im Talschluss des Bergsteigerdorfes Hüttschlag zählen zweifelsfrei zu den landschaftlich reizvollsten Plätzen des Großarltales. Nicht umsonst gehört dieser Landschaftsteil bereits seit dem Jahr 1991 zum Nationalpark Hohe Tauern. Das Schödertal – beginnend vom Ötzlsee bis hin zur Arlscharte (2.252 m) ist nicht nur der direkte Übergang ins benachbarte Bergsteigerdorf Malta in Kärnten, sondern geographisch gesehen auch die Grenze zwischen den Hohen Tauern im Westen und den Niederen Tauern im Osten. Eine echte Besonderheit ist der Schödersee, ein periodischer See auf einer Höhe von ca. 1.425 Metern, der sich nur während der Schneeschmelze sowie nach besonders heftigen Regenfällen im Sommer füllt und dessen Wasseroberfläche somit stark variiert. Im Sommer trocknet er komoplett aus. Übrig bleibt nur ein schmales Rinnsal, das sich durch den „Seeboden“ schlängelt. Ihm möchte ich auch diesen Beitrag widmen. Der Schödersee gilt im Frühjahr als besonderer Wandertipp für echte Naturliebhaber und Familien. Kindern wird hier auf diesem abenteuerlichen Weg sicher nicht fad. Allerdings sollte man schon eine gewisse Grundkondition, Trittsicherheit und wasserfestes, über die Knöchel reichendes Schuhwerk mitbringen. Ich war am letzten Montag in aller Früh dort und habe zahlreiche Impressionen von dieser Wanderung mitgebracht.

Gegen 6.30 Uhr starte ich meine Wanderung am Ötzlsee in Richtung Schödertal. Es ist frisch, ja fast schon kalt. Acht Grad hat das Thermometer im Auto angzeigt. Der Keeskogel und die übrigen Gipfel leuchten schon im warmen Sonnenlicht. Unten ist es aber noch frisch. Flotten Schrittes geht es bergwärts über Steine und einige Brücken an die andere Seite des Schöderbaches. Dieser ist fortan mein ständiger Begleiter. Laut und wild tost er ins Tal. Wild schäumend und aufbrausend. Üppig zeigt sich die Pflanzenwelt ringsum im satten Grün. Bei den frischen Temperaturen gewinne ich schnell an Höhe. Die Kamera bleibt während des Aufstiegs im Rucksack. Im hellen Sonnenlicht, so denke ich mir, schaut das sicher viel eindrucksvoller aus. Bis ich an jene Stelle komme, wo ein schmaler Steg vorbei an einem tiefen Tümpel führt. Das einzigartig türkisgrüne Wasser hat mich zu einem ersten kurzen Stopp verleitet.

Die herrlichen Farben locken auch im morgendlichen Schatten zum Innehalten und Staunen

Idyllisch führt der Weg nun durch das hier etwas breiter werdende Tal. Langsamer fließt hier auch das Wasser ruhig, breit und kristallklar durch den Talboden. Ein Genuss für alle Sinne. Kurz innehalten, genießen und weiter geht´s. Ein Felsblock ist hier letzten Winter ins Tal gedonnert und hat den Weg versperrt. Zwischenzeitlich haben dankenswerter Weise die Mitglieder des Alpenvereines Großarl-Hüttschlag das Hindernis durch eine kleine steinerne Treppe geschickt entschärft und den Weg wieder begehbar gemacht. Irgendwie ist es nun komisch ruhig, fast gespenstisch ruhig. Als Ortskundiger kenne ich natürlich den Grund. Für jene, die hier das erste Mal unterwegs sind, ist es aber immer wieder rätselhaft. Der Schöderbach fließt von hier bis zum Schödersee unterirdisch und so wird die landschaftliche Idylle nicht mehr vom zischenden, tosenden Lärm des Wassers begleitet, sondern vielmehr von den bunten Vogelstimmen. Um Viertel vor Acht schließlich bin ich oben an jener Stelle, die den Blick auf den weiten Talkessel des Schödersees freigibt. Mit Spannung und voller Fragen aus Sicht eines Fotografen eile ich diesem Punkt entgegen: Ist der See überhaupt da? Falls ja, hat er schon Sonne oder liegt er noch im Schatten? Ist es windstill? All das ist für mich wichtig, den schließlich will ich ja ein ganz besonderes Bild machen.

Alles passt: Der See ist da. Er liegt noch im Schatten und es ist windstill. Denn nur so zeigt sich das prächtige Spiegelbild der umliegenden Gebirgslandschaft auf der glatten Wasseroberfläche. Glücklich über die ersten Schnappschüsse genehmige ich mir erstmals eine Tasse Tee und ein – wenn auch nur kleines, aber immerhin – zweites, warmes Frühstück. Die Sonne kommt tiefer und tiefer und so warte ich gemütlich auf den für mich richtigen Zeitpunkt.

Hier liegt er – der Schödersee – in seiner vollen Pracht

Wenige Minuten später geht die Sonne auf.

Zufrieden über die ersten Bilder suche ich immer wieder neue Positionen und Blickwinkel. Gleich zweimal mache ich mich auf den Weg bis hinten zum See und retour – 1 x im Schatten, 1 x im hellen Sonnenlicht. Mittlerweile ist die Sonne auch den Berg herabgestiegen und strahlt nun mit voller Kraft auf den malerischen See. Mit einem Schlag versiegt das kräftige Spiegelbild, dafür erscheint die Landschaft ringsum noch bunter und intensiver. Dann kommt mir während des zweiten Marsches um den See die Idee, beim Abstieg den ganzen Weg im Sonnenlicht festhalten zu wollen. Ich habe für Sie die Eindrücke vom See zurück ins Tal bildlich als Fotos aber auch in Form eines kurzen Filmes festgehalten und lade Sie ein, den Weg auf diese Weise mit mir gemeinsam zu gehen. Und weil es sich einfach besser ansehen lässt, habe ich die Bilder natürlich in umgekehrter Reihenfolgen reingestellt – also so wie es sich gehört – von unten nach oben. Schließlich kann man ja nicht am Ziel sein, bevor man überhaut losgegangen ist …

Unterwegs zum Schödersee

Das Schödertal im #Bergsteigerdorf #Hüttschlag zählt zu den landschaftlich reizvollsten Plätzen im #Großarltal. Dort befindet sich der #Schödersee. Er ist der einzige periodische See dieser Größe im gesamten #Nationalpark Hohe Tauern und füllt sich nur während der Schneeschmelze sowie nach besonders starken Regengüssen. Derzeit ist er gut gefüllt. Wer ihn also selbst einmal erleben will, der sollte sich die nächsten Tage auf den Weg machen. Der Steig dorthin ist wildromantisch, das Wasser der stetiger Begleiter. Hier spürt man sprichwörtlich die von Österreichs Wanderdörfer propagierte "Magie des Gehens". Gehzeit vom Parkplatz Hüttschlag Talschluss ca. 1 1/2 – 2 Stunden. Hier ein paar Impressionen von meiner Wanderung am letzten Montag.

Posted by Großarltal on Mittwoch, 31. Mai 2017

Wenn Sie den See gerne selbst erleben möchen, dann sollten Sie sich die nächsten 10 Tage auf den Weg machen. Noch stehen die Chancen gut, ihn aufgrund des vielen Schmelzwassers in voller Schönheit zu Gesicht zu bekommen. Übrigens: Samstag und Sonntag bietet sich nach der Wanderung ein Besuch beim Hüttschlager Zeltfest im Talschluss an.
Hier der detaillierte Tourentipp zum Schödersee.

 

Naturjuwel Schödersee / Schödertal
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2 Antworten auf Naturjuwel Schödersee / Schödertal

  • Vielen Dank für die schönen Bilder und den erklärenden Text .
    Wir waren schon sehr oft in den Ferien mit unseren Enkeln im schönen Großarltal und lieben ganz besonders den Talschluss, den klaren Bach mit seinen Forellen und den Ötzelsee . Den gefüllten Schödersee haben wir noch nicht gesehen .
    Mit freundlichen Grüßen aus Deutschland , aus Hannover .
    Monika Rinnebach

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