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Diskriminierung aufgrund Traditionen im Großarltal

Die Mitarbeiter der Großarler Bergbahnen leiten rechtliche Schritte gegen die Geschäftsführung ein.


Liftler-Hochzeit bei den Großarler Bergbahnen verursacht nach anfänglicher Freude nun großen Unmut.                       

Der Geschäftsführer der Großarler Bergbahnen, J. Gruber ist bekannt als eingefleischter Großarler, wo Traditionen einen sehr hohen Stellenwert nicht nur im privaten Leben bekleiden. Unabweichlich ist sein Sinn für ein ordentliches Bild nach Außen! In der Praxis verhält es sich beispielsweise so: Tritt ein positiver Corona-Fall im Unternehmen auf, wird streng geprüft. Es muss nachvollzogen werden, wer mit wem Kontakt und in welcher Form hatte, was schon auch so manches Mal für Unmut unter den Mitarbeitern sorgte. GF Gruber beharrt darauf, dass seine Mannschaft ein vorbildliches Verhalten an den Tag legt.

Bereits im letzten Winter bewarb sich eine fachlich sehr kompetente Mitarbeiterin für die Tätigkeit an der Kassa.
Die  Bewerbungsunterlagen liefen den üblichen Weg über den Prokuristen J. Aichhorn zur Geschäftsleitung J. Gruber. Dieser äußerte anfänglich große Bedenken zur Einstellung der Bewerberin. Sie lebt mit ihrem Partner, einem Industriellen aus dem Pongau, seit 38 Jahren unverheiratet zusammen. Gruber beharrt auf Zucht und Ordnung im Unternehmen! Nach mehreren Gesprächen und dem großen Anliegen, bei den Großarler Bergbahnen eine Anstellung zu bekommen, hat sich die Mitarbeiterin mit ihrem Lebenspartner entschieden, das „schlampige“ Verhältnis rechtmäßig zu ordnen und bekam daraufhin die Anstellung an der Kassa. Es entstand die Idee, die erste „Liftler-Hochzeit“ direkt im Verwaltungsgebäude der Großarler Bergbahnen abzuhalten.


Der Wunsch der Braut

Die Braut äußerte zudem den Wunsch, dass ihre ledigen Kolleginnen als Brautjungfern agieren.
Der Geschäftsführer Gruber prüfte in Zusammenarbeit mit Prokurist Aichhorn die Berechtigung zur Brautjungfer in einem persönlichen Einzelgespräch, mit den in Frage kommenden Damen. Traditionell gehört natürlich der Polterabend dazu. Diesen feierte die Belegschaft eine Woche vor dem geplanten Hochzeitstermin mit einem firmenüblichen „Kuchifest“ im Mitarbeiterraum des Bergbahnen – Verwaltungsgebäudes, wo traditionell die meisten firmeninternen Feiern stattfinden. Eine der auserwählten Brautjungfern fuhr in der Nacht des besagten Polterers mit dem „Nachtschwärmer“ nach Hause, was nicht ohne Folgen blieb.


Die Hochzeit

Am 01. Februar 2022 fand also die erste Liftler-Hochzeit der Großarler Bergbahnen statt! Alle waren glücklich, das Fest war berauschend und der Geschäftsführer freute sich sehr über die Bereitschaft der Mitarbeiter GEMEINSAM  für Zucht und Ordnung in „seinem“ Unternehmen zu sorgen! Auch viele Gäste waren mit eingebunden in dieses besondere Geschehen.


Im Großarltal ist es noch so, dass alle Bürger des Tals bestens informiert sind und vor allem beim Lift jede Kleinigkeit mehr als kritisch gesehen wird und für Klatsch und Tratsch sorgen könnte.


Nun gibt es aber wirklich Gesprächsstoff für das Großarltal und darüber hinaus!

Der genannten Brautjungfer sind zwei ungeplante Sachen passiert, welche Auswirkungen für ihre Zukunft haben.
Bei der täglichen strengen Überprüfung durch den Corona Beauftragten G. Rettenwender, wo gemäß nach Verordnung ein aktueller negativer PCR Test vorgewiesen werden muss, zeigte die Mitarbeiterin versehentlich ihren aktuellen Schwangerschaftstest vor. Der Corona-Beauftragte reagierte ordnungsgemäß und macht sogleich ein Aviso in der oberen Etage, da nun ja arbeitsmedizinische Bedingungen für die Schwangere getroffen werden müssen.
  Dem Geschäftsführer war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Nicht weil er sich nicht freuen würde über „Liftler-Nachwuchs“, aber die Umstände gehen gegen die Sittlichkeit der Traditionen im Tal!


Eine schwangere Mitarbeiterin als Brautjungfer

und das im Unternehmen der Großarler Bergbahnen – so etwas hätte es früher nie gegeben!

Beim Mitarbeitergespräch, welches Gruber wieder im Beisein des Prokuristen J. Aichhorn mit der schwangeren Kassierin führte, versuchte diese mit Nachdruck zu vermitteln, wie es soweit kommen konnte. „Ge Chef, i ho mi so verliebt, wei er haud jo so schene blaue Augen!“ Sehr zum Leidwesen aller Kollegen/innen wurde seitens GF Gruber trotz allem die sofortige Kündigung der Mitarbeiterin  ausgesprochen und somit wurde eine Lawine vom Berg bis ins Tal ausgelöst. Zeitgleich erstattete er Anzeige gegen den “blauäugigen Buschauffeur“, welcher in mehreren Punkten verstoßen hat. Nicht nur gegen die Corona-Verordnung, meint Gruber. Diesbezüglich wurde die Abstandsregelung nicht eingehalten und ob der Mund-Nasen-Schutz getragen wurde muss der Corona-Beauftragte noch ermitteln. Gegen die Verstöße der Sitten im Tal ist dabei gar nicht zu denken.

Beim ersten Verhör des Buschauffeurs zeigte dieser sich geständig. Seitens des Leiters vom Busunternehmen bekam GF Gruber wenig Unterstützung.
Es sei nicht seine Verantwortung, was nach Dienstschluss passiert, meinte dieser. „Man merkt, er kennt die Sitten und Gebräuche des Tales nicht und ist sehr modern geprägt“, so Gruber. Mit Nachdruck verlangte Gruber ein Gespräch mit dem Buschauffeur, um die Schuldfrage zu klären. Dieser zeigte sich geständig und versprach, zukünftig nur mehr mit Sonnenbrille seinen Dienst zu verrichten, damit die Wirkung seiner schönen blauen Augen nicht für weitere Verwirrung der Damen sorgt.


Der Leiter des Tourismusverbandes T. Wirnsperger gab sein Statement telefonisch vor Veröffentlichung des Berichtes ab:
„Unser gemeinsames Ziel im Tourismus ist, dass in manchen Tagen im Großarltal in verschiedenster Art und Weise der Genuss sehr hochgehalten wird! Gerade in unserer Branche steht die Dienstleistung im Vordergrund, was der attraktive Buschauffeur wohl sehr ernst genommen hat.
Außerdem entwickelte sich meines Wissens aus der  Hop-On, Hop-Off  Tour in der Nacht eine ernsthafte Beziehung, welche in Richtung Talschluss und nicht mehr zurückgeht!“


Nun ist der Fall bis zum obersten Gerichtshof gelangt, dieser soll entscheiden, ob es noch zeitgemäß ist, Traditionen und Sitten so hoch zu halten, dass sogar Kündigungen wegen einer genussvollen Fahrt ausgesprochen werden dürfen?!
Die Verhandlung wurde auf heute, den 1. April angesetzt.

4 Antworten auf Diskriminierung aufgrund Traditionen im Großarltal

  • A gu na…..

  • Aprilscherz

  • Liederliche Zustände 😇 Ich glaube ihr müsst die Talstation und die Busse in Almhütten umstylen. Auf der Alm da gibt’s koa Sünd 😜

  • Hat ein bißerl gedauert bis ich gemerkt hab es ist ein Super April-Scherz! Sehr gut recherchiert! Vielen Dank für den Spaß.
    Dietlind

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