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„Single Trail“ – natürlich mit „Abstand“!

Radfahren hat im Breitensport einen hohen Stellenwert. Ganz große Beliebtheit hat das Radfahren mit Mountainbikes. Für ein Erlebnis mit dem Anspruch an ein „Bike-Erlebnis mit Action“ entstehen jetzt immer mehr sogenannte „Single Trails“.

Für viele Freizeitsportler und Aktiv-Urlauber im Sommer gehören Mountainbikes mit dazu. Gepäck in den Kofferraum, Räder auf den Radträger. Und schon kann es los gehen. Wer keine Räder mitnehmen möchte oder  kann, mietet sich einfach im ortsansässigen Fachhandel ein modernes Rad. So wie im Wintersport der Skiverleih immer mehr an Bedeutung gewinnt, so ist es im Sommer auch mit dem Radverleih. Zudem stellen viele Hotels hauseigene Räder zur Verfügung.
Der Vorteil des Mieters liegt klar auf der Hand: Man spart sich den Transportaufwand und kann sich über den Händler bestes Material mieten und diverse Optionen ausprobieren (Fachhändler in Grossarl sind:
Sport Lackner  https://lacknersommer.skischoolshop.com/de/  und
und Sport Kendlbacher https://www.sport-kendlbacher.com/de/verleih/online-bikeverleih.html ).

Eine Herausforderung mit „Action“

Vor allem die jüngere Generation sucht neue Herausforderungen und hat Spaß an Sporterlebnis mit „mehr Action“. Im Wintersport sind das die gern genutzten „Fun Parks“, im Sommer erfreuen sich die sogenannten „Single-Trails“ großer Beliebtheit.

Das Klientel dieses Freizeitsportbereichs wählt Ausflüge und Urlaubsorte nach diesem Angebot aus. So auch im Großarl-Tal im Salzburger Land, das einen tollen „Single-Trail“ mit ca. 10 km Länge anzubieten hat. Die Klassifizierung der Schwierigkeitsgrade ist ähnlich der Pistenklassifizierungen im Winter mit „blauen (leicht)-roten (mittel)-schwarzen (schwer) -Pisten“.

Single Trail“ – was ist das?

Als ich den Ausdruck „Single-Trail“ erstmals hörte, musste ich schmunzeln.
Ist das ein spezielles Sporterlebnis nur für „Singles“? Oder ist es doch auch für „Paare“, vielleicht auch für „Familien“?

Nun, der Begriff „Single“ bezieht sich nicht auf den „Familienstand“, sondern auf die Nutzungsart des „Radwegs“.

Der Singletrail steht für einen Pfad, der so schmal ist, dass man dort nicht nebeneinander fahren oder laufen kann. Zunächst fand er Verwendung im Bereich des Mountainbike-Sports, in letzter Zeit wird er ebenfalls im Bereich des Trailrunning verwendet. In der Regel sind Singletrails etwa 30 bis 60 cm breit.

Spezielle Räder

Wer diese Trails in vollen Zügen auskosten will, dem stehen natürlich auch speziell dafür entwickelte Räder zur Verfügung. Egal mit welchem Rad man dieses spezielle Bikeerlebnis genießen möchte, fortgeschrittenes Fahrkönnen ist unbedingte Voraussetzung dafür.

Die 936 Höhenmeter vom Tal bis zur Panoramabahn-Bergstation überwindet man im Großarltal mühelos mit der Gondelbahn „Panoramabahn-Großarltal“. Dazu gibt es Einzeltickets, 3-Stunden-Karten, Tageskarten, etc. Eine Auffahrt über die Forststraße ist aufgrund des regen Schwerverkehrs nicht gestattet. – Bitte Fahrverbot unbedingt beachten! Rastpausen kann man in einigen der bestens geführten Hütten machen, die an den Tagen mit Seilbahnbetrieb auch im Sommer geöffnet haben.

Wenn man sich mit entsprechenden sportlichen Voraussetzungen auf diese Trails begibt, sind diese Einrichtungen einige gelungene Sache. Und für eine Region eine Option, sich in Richtung einer „Biker-Region“ zu entwickeln.

Aufmerksamkeit und Vorsorge ist geboten

Wichtig wie beim Skifahren auch ist die persönliche Schutzausrüstung, weil es bei Stürzen in der Regel zu mehr als nur Hautabschürfungen kommt. Die Unfallstatistik zeigt, dass Verletzungen an Arm und Schulter mit 46% an der Spitze liegen, jene an den unteren Extremitäten liegen bei 39%, gefolgt von Verletzungen am Kopf, Rumpf und Rücken.

Wer bei Handgelenken und im Schulter – Nackenbereich immer wieder Probleme hat, dem rate ich in meiner Praxis ( www.sigurd-berndt.eu ), sich beim „Biker-Vergnügen“ entsprechend vor- und nach zubereiten. Hierzu stehen Dehnungs- und Mobilisierungsmaßnahmen an erster Stelle, aber auch aus dem Bereich der biologischen Medizin gibt es eine Reihe von guten Möglichkeiten zur Unterstützung des überlasteten Gelenks- und Bindegewebsbereiches.

Bei gut überstandenen Stürzen gilt es immer daran zu denken, dass die Kopfgelenke und Halsmuskulatur Schäden nehmen können, die fachkundig gezielt behoben werden können.

Single-Trail“ mit natürlicher „Abstandsregel“

Nicht zuletzt kommt das Biken am Single-Trail all den Corona-Sicherheitsempfehlungen nach. Ob es sich um die Abstandsregel oder den Mund-Nasen-Schutz handelt: „Single Trail“ ist Biken allein, ohne Nebenmann/-frau, immer mit Abstand und Kopfschutz mit Vollvisierhelm.

Erkunden wir die Natur aus einer anderen Perspektive mit unserem Bike – egal ob als Single oder nicht!

„Single Trail“ – natürlich mit „Abstand“!
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4 Antworten auf „Single Trail“ – natürlich mit „Abstand“!

  • Servus aus einer südd. Großstadt ins schöne Großarltal, Grüß Gott Herr Berndt, habe die Ehre Tom Winrsberger, mir ist bewußt, daß Ihr die Rentabilität der Großarler Bergbahnen massiv unterstützen und fördern müßt, aber das gebetsmühlenhafte Hochpreisen der sog. „Single-Trails“ im sensiblen Hochgebirge mit all seinen negativen – auf die Natur ! ! – Auswirkungen stößt bei mir und vielen anderen gleichgesinnten Naturfreunden auf absolutes Unverständnis . Bereits im Frühjahr wurde diesbezüglich ein Diskurs in diesem Medium angefacht, der offensichtlich ins Leere ging. Bleibts bei eurem bisherigen Tourismuskonzept, – Tal der Almen, unverbrauchte Natur, etc., etc., 95 % eurer Gäste werden es Euch danken und treu wiederkommen. Auf die 5 % „Narrische“ Tagesdurchreisende könnts verzichten, die kommen sowieso nur einmal um morgen dann im Ötztal , Ischgl, oder sonstigen Brennpunkten ( im wahrsten Sinne des Wortes ) ihren “ Kick“ versuchen zu finden. Und dieser „Schmarrn“ von Abstandsregelung . wer donnert schon “ downhill“ im Abstand von unter 1.5 Meter dem anderen hintennach ? In der Gondel sitzens dann mit ihrem Salzburger Brausegetränk mit dem roten „Ochsen“ eng beieinander und stecken sich gegenseitig an und tragen den Virus nach ganz Europa. Als sog. „Biker-Region“ brauchts Euch nicht mehr zu profilieren, da haben Andere die Nase schon viel weiter voraus bzw. ihre negativen Erfahrungen gezogen ! Nix füa Unguat, aber dies sollte auch mal erwähnt sein.
    Ich freu mich nach meiner Genesung auf ein frisches Großarltal mit all seinen guten Seiten und Erlebnissen.

  • Servus Hartei,

    ich kann dir nur Beipflichten, du bist einer der diesbezüglich die Warheit ausspricht.
    Leider wollen die dafür verantwortlichen in Grossarl das nicht hören.
    Ich war vor zwei Wochen wieder in Grossarl und und ich muss sagen, der Unmut unter den Einheimischen über diverse Projekte die teilweise am laufen und teilweise geplant sind, ist nicht zu überhören.

    Beste Grüße
    M. Unsöld

  • Ach, habe noch was vergessen, muss ich noch los werden, nur den Bodenständigen Grossarlern zu liebe.

    ich habe mehrmals von Einheimischen zu hören bekommen, dass in manchen Hotels ist der einheimische Gast nicht mehr erwünscht ist.

  • Servus Manuela, schön, daß ich auch mal auf “ nichtkommerzielle“ Zustimmung treffe ! Ich versteh all die wirtschaftlichen Interessen, Sorgen und Nöte der allteingesessenen Tourismusbetriebe, aber “ die Kirche im Dorf“ sollte doch noch stehenbleiben und das Mittagsgeläut nicht im „After-Sunrise-Single-Trail-Downhill-Gegröhle “ untergehen. Vor Jahren hatte ich mit einem maßgeblichen Entscheidungsträger am Biertisch geäussert “ wenn wir draussen (- in Deutschland etc. ) Husten müssen, dann habt ihr hier im Tal eine hochgradige Lungenentzündung ! ! ( natürlich symbolisch gemeint ) Dieses Argument wurde mit einem heftigen Lacher hinweggefegt. Jetzt ist die Stunde der Wahrheit : auch wenn nach bzw. während Corona wieder Gäste, -auch einige Stammgäste der traditionellen Art – im Tal sind, mit den Eintagesfliegen der sog. „Fun-Gemeinde“ lasen sich keine anhaltenden stabilen Einkünfte erzielen bzw. sichern. Liebe Großarler und Hüttschlager, alle, die was „mitzumredn“ ham, besinnts Euch auf eure bodenständige und nachhaltige Tourismustradition. Ischgl, Sölden , Kaprun usw. sind kein Vorbild ! siehe dortige Insolvenzen ! Eine gutgemeinte Anmerkung eines Freundes Eurer schönen Talschaft . bis bald wieder auf einer der herrlichen Almen und Gasthäuser, Reinhard ( gen.: Hartei )

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