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Ausflugstipp Eisriesenwelt Werfen

Die Eisriesenwelt in Werfen ist mit einer Länge von 42 km die größte Eishöhle der Welt. Rund 2 Kilometer davon sind für Besucher begehbar. Auch ich habe jetzt in dieser besonderen Zeit der Wiedereröffnung nach dem Corona-Shutdown die Möglichkeit genutzt, mir die Höhle mit meiner Familie in aller Ruhe und noch vor dem großen Sommer-Ansturm anzusehen.

Entdeckt wurde die Höhle aufgrund ihrer schweren Erreichbarkeit erst im Jahr 1879 vom Salzburger Naturforscher Anton von Posselt-Czorich, der erstmals 200 Meter in die Höhle vordrang und im folgenden Jahr einen Bericht in der Zeitung des Alpenvereines veröffentlichte. Doch die Höhle geriet in Vergessenheit. Erst im Jahr 1913 erkannte Alexander von Mörk, Begründer der Salzburger Höhlenforschung, die Bedeutung der Dokumentation von Alexander von Posselt-Czorich und forschte weiter. Nach dem ersten Weltkrieg begann die umfangreiche Erkundung. Erste Steiganlagen für den Zustieg und in der Höhle sowie eine „Forscherhütte“ wurden errichtet. Bereits 1924 war der Eisteil der Höhle durchgehend mit einem einfachen Holzsteg erschlossen. Weitere Infos zur Historie der Höhle finden Sie hier.


Herrliche Ausblicke bereits bei der Zufahrt

Bereits die Zufahrt zum Besucherparkplatz am Berg ist erlebnisreich und es allemal Wert, kurz stehen zu bleiben und den Blick auf den Ort Werfen mit seiner imposanten Burg zu genießen.

Blick auf Werfen, die Burg Hohen Werfen und darüber das Hochkönigmassiv

Im Besucherzentrum gibt es zahlreiche Infos zur Höhle und die Tickets für Seilbahn und Eintritt. Freilich, man kann auch den ganzen Weg bis zum Höhleneingang zu Fuß gehen, dafür müsste man aber schon rund 1 ½ Stunden zusätzlich einkalkulieren. Wir haben uns für die bequemere Variante entschieden: In einer guten Viertelstunde erreicht man die Talstation der Gondelbahn (1.080 m). In nur rund 3 Minuten Fahrzeit überwindet man dann die 495 Höhenmeter zur Bergstation (1.575 m) und geht dann nochmals knapp 20 min. von der Bergstation zum Höhleneingang auf 1.641 m.

Warme Kleidung ist in der Höhle unerlässlich

Dort heißt es erst einmal: Warm anziehen! Denn in der Höhle hat es auch im Sommer permanent rund 0 °. Also nichts mit T-Shirt und kurzer Hose. Stattdessen Mütze, Handschuhe und eine leichte Daunenjacke. Festes Schuhwerk ist ohnedies obligat.

Morgens der Blick vom Höhleneingang auf das Salzachtal

An der Eingangstür lautet die Devise dann ordentlich festhalten, denn sonst bläst einen der kalte Wind förmlich um. Drinnen, nach dem Schließen der Tür legt sich der Wind aber wieder. Dann gilt es die rund 1.400 Stufen zu bewältigen – 700 hinauf und nach einem imposanten Rundgang an der anderen Seite 700 Stufen auch wieder hinunter. Eine gewisse Grundkondition sollte man also schon mitbringen.

Normalerweise ist in der Höhle Fotografieren verboten. Aufgrund der derzeit noch eingeschränkten Öffnungszeiten und der Tatsache, dass ja viele Gäste noch nicht nach Österreich bzw. danach wieder nach Hause reisen dürfen, hält sich der Besucheransturm derzeit noch in Grenzen und war es uns deshalb erlaubt, in der Höhle zu fotografieren. Ich habe das natürlich ausgenutzt und habe euch zahlreiche Bilder mitgebracht, denn ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte.

Eindrucksvolle Eisformationen in der Höhle.

Also: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah? In diesem Sinne kann ich Ihnen/Euch einen Besuch in der Eisriesenwelt nur wärmstens empfehlen. Vielleicht ist das jetzt auch der perfekte Zeitpunkt für uns Einheimische, unsere nähere Umgebung wieder einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und einen Besuch abzustatten. Alles Wissenswerte zum Besuch der Eisriesenwelt finden Sie hier.

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