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Single-Trail Großarltal II

Downhiller aufgepasst: Heute hat das Großarltal den zweiten Single-Trail seiner Bestimmung übergeben. Jetzt warten 10 Kilometer rasante Abfahrt(en) auf ihre Bezwinger.

Als Tal der Almen ist das Großarltal ja bekannt für seine vielen Mountainbikewege, alles gut ausgebaute Forst- & Almwege zu den bewirtschafteten Almhütten, die sowohl für klassische Mountainbiker als auch für E-Mountainbiker bestens geeignet sind. Auf den Wunsch vieler Einheimischer und Gäste hin wurde nun das Angebot für sportliche Biker um eine weitere Facette bereichert: Den Singletrail Großarltal II.

Bereits vor 2 Jahren wurde von den Großarler Bergbahnen (GBB) der Singletrail Großarltal I mit einer Länge von ca. 3,3 Kilometern und einem Höhenunterschied von 432 Metern errichtet und in Betrieb genommen. Dieser wurde nun im Auftrag des Tourismusverbandes Großarltal in Zusammenarbeit mit den Großarler Bergbahnen um die Teilstrecke II erweitert und beginnt jetzt an der Bergstation der Panoramabahn Großarltal / Laireiteralm auf 1.845 Metern. Vom Bau hatten wir ja schon mal berichtet.

Der Trail wurde heute, am 6. August 2019 erstmals für Besucher geöffnet, führt jetzt in zwei Varianten unterschiedlichen Anspruchs hinab bis zur Mittelstation bei der Alpentaverne/Zapfenhütte und mündet dort in den bereits bestehenden Trail ein. Gesamt können so rund 1000 Höhenmeter und knapp 10 Kilometer am Stück abgefahren werden.

Probebefahrung mit Josef Aichhorn, Hansjörg Hettegger (beide GBB), Christoph Lagger (Team-Works), Engelbert Gschwandtl (GBB) und Thomas Wirnsperger (TVB Großarltal).

Die Bergfahrt erfolgt mit der Panoramabahn Großarltal mittels eigens für den Radtransport angefertigter Gehänge. Die Planung und Umsetzung des Trails erfolgte im Auftrag des TVB durch die Österreichischen Bundesforste gemeinsam mit der Firma Team-Works und den betroffenen Grundbesitzern. Der Trail ist bis 29. September täglich außer Montag in Betrieb, danach bis Ende Oktober Dienstag, Freitag, Samstag und Sonntag. Hier geht´s zu den Preisen und Öffnungszeiten.

Bis Mitte September sollen auch noch alle Mountainbikestrecken zu den Almen im Großarltal gemäß dem Salzburger Mountainbikekonzept neu und übersichtlich beschildert werden.  Insgesamt werden heuer rund € 200.000 in den Ausbau des Mountainbike-Angebotes im Großarltal investiert. Jetzt werde ich mir wohl auch bald so einen „geländegängigen Drahtesel“ zulegen, wahrscheinlich mit E-Antrieb, den mit „Rückenwind“ geht´s bekanntlich leichter. Hier die ersten Impressionen vom neuen Trail. Bilder: (c) Erwin Haiden.

Single-Trail Großarltal II
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5 Antworten auf Single-Trail Großarltal II

  • Allegra,

    darf man tatsächlich zu diesem Trail nicht hinaufpedalieren?

    Das ist schon seltsam und stellt die Sinnhaftigkeit eigentlich in Frage, wenn man den einzigen erlaubten Trail im Tal nicht befahren darf, bzw. nur gegen Gebühr von 33€.

    Ein echter Downhilltrail ist das ja angesichts des Schwierigkeitgrades und der Bilder auch nicht, und auf den offiziellen Fotos im Artikel wird auch viel eher mit Tourenfahrer (Enduro-Radl, Singlecrown, Halbschalenhelm, Rucksack, Getränkehalter mit Wasserflasche) als mit Downhillradler geworben.
    Also irgendwas ist da jedenfalls falsch.

    Lg, Damian

  • Thomas Wirnsperger

    Servus Damian!

    Es ist tatsächlich so, dass man nur mit der Bahn hochfahren darf und nicht entlang der Straße. Dies aus dem ganz einfachen und pratischem Grund, weil es auf der Straße – einem Güter- und Forstweg – sehr viel Betriebsverkehr gibt, zum Teil eng ist und steil. Zudem staubt es bei jeder Fahrbewegung, nachdem die Straße nicht asphaltiert ist. Es wäre also kein Genuss, hier mit dem Rad hochzufahren und gefährlich wäre es ob der Baustellen und des damit verbundenen Verkehrs auf diesem Weg auch. Deshalb bitte das Fahrverbot beachten.
    Der Trail wurde als „Family-Flow-Trail“ konzipert und wo es das Gelände erlaubt hat auch so errichtet. Auf manchen Stellen musste man wegen der Steilheit leichte Kompromisse eingehen. Der Trail kann aber in der einen Variante im Wald als „blau“ – also einfach eingestuft werden und entlang der Variante zur Hochbrandhütte im Mittelteil als „rot“ – also mittel. Ich weiß, man könnte hier noch genauer abstufen und unterscheiden, hab´s aber der Einfachkeit halber mal so genannt, weil das die meisten vom Skifahren her kennen. Auf Rampen und Holzeinbauten wurde bewusst verzichtet. Bin der Meinung, der Trail ist trotzdem Herausforderung genug – auch für floote fahrer. Probiere ihn einfach mal aus und schreibe uns deine Erfahrungen.

    Beste Grüße
    Thomas Wirnsperger

  • Hallo Thomas,

    bei aller Liebe, aber es wirkt eher so als ob hier das Bergaufradln grundsätzlich unerwünscht ist. Der Argument mit dem Staub trifft auf jeder für den Fahrradverkehr freigegeben Forst und Zubringerstraße zu – auch auf nicht-asphaltierten öffentlichen Straßen (die gibts ja auch) wo grundsätzlich gefahren werden darf uns ebenso LKW-Verkehr vorhanden sein kann.

    Ebenso ist besagte Straße zur Bergstation bzw. Laireiteralm teilasphaltiert und grundsätzlich sehr breit (Breitspur bzw. können 2 Autos/Lkws nebeneinander vorbeifahren) und gut einsehbar. Es gibt genügend öffentliche und asphaltierte Güter- und Zufahrtswege die wesentlich gefährlicher sind als diese Forstautobahn.

    Obendrein wird diese Straße als geführte Mountain-Carts-Strecke bewirtschaftet von der Bergstation bis zur Mittelstation, wo täglich mehrmals mit dem VW-Bus und Anhänger die GoCarts hin und her transportiert werden, bzw. die Mountain-Carts in Gruppen mit knapp 20 Leuten besagte Forststraße hinunterfahren – großteils mit Anfängern ohne Erfahrung und teilweise ohne ausreichender Kontrolle, und zum Teil führen hier Eltern sogar Kinder im Säuglingsalter im Mountain-Cart mit. Was hier mit besagtem „sehr viel Betriebsverkehr“ (aufgrund der Baustellen vermutlich auch LKW) weniger gefährlich sein soll als mit dem Fahrrad hinaufzufahren ist ehrlich gesagt nur sehr schwer nachzuvollziehen. Oder finden sie nicht?

    Zum Beispiel in Bad Kleinkirchheim wurden zum Hinunterfahren für Radfahrer Tempolimits von 15-25km/h eingeführt. Das Hinauffahren ist auf keiner der dort ebenfalls bewirtschafteten Forststraßen verboten. Im Brandertal in Vorarlberg können sie auf der Forststraße, die auch für MountainCarts freigegeben ist, hinaufpedalieren. Noch naheliegender und im Bundesland Salzburg, können sie zum Beispiel auch in Leogang neben dem LKW-Verkehr zum Infrastrukturbau der Wintersaison (und zusätzlich Zubringer für FlyingFox, Rettungstransporte, etc.) problemlos auf einer völlig-geschotterten Straße hinaufpedalieren, die außerdem mit weniger Spurbreite angelegt ist als die Straße in Großarl. In der Region Wildkogel (Neukirchen/Bramberg) kann das Plateau ebenfalls von JEDER Forststraße aus legalisiert befahren werden, obwohl diese ebenfalls Wirtschaftsverkehr (LKWs) und Anrainerverkehr (priv. Almen und auch Hotelgäste) aufweisen und die Straße in Steilheit, Gesamthöhenmeteranzahl und Untergrund mit Großarl vergleichbar ist. Familien mit Kindern die durch die Bewerbung „Familientrail“ eventuell fahrtechnisch mit dem Trail überfordert sind werden sich auch freuen, wenn sie die Forststraße nicht hinunterfahren dürfen bzw. dabei eine Anzeige riskieren, und deshalb die Fahrräder auf dem Trail schlimmstenfalls 900 Höhenmeter hinunterschieben müssen.

    Fazit: Mit ein bisschen Willen würde sich eine Freigabe problemlos ausschildern lassen, vor allem nachdem die Tourismusregion SalzburgerLand ja intensiv mit den Mountainbikewegen Werbung betreibt. Es dürfte wohl eher wirtschaftliche- und Grundstückseigentümerinteressen im Wege stehen.

    Außerdem sollte man dringend Kontakt mit dem Gasteiner TVB aufnehmen, um abzuklären bzw. auszuschildern, dass man nur mit extremen Umweg wieder zurück ins Gasteiner Tal kommen kann, wenn man sich nach den (offiziellen und ausgeschilderten) Auffahrten von Dorfgastein Richtung Fulseck/Kreuzkogel entschließt noch eine Abfahrt (und eine Auffahrt) nach Großarl mitzunehmen. So wie es zum Beispiel uns gegangen ist! Für einigermaßen trainierte Fahrradfahrer sind diese nicht einmal 2000 Höhenmeter auf einer Ganztagestour kein Problem – sehr mühsam wirds aber erst wenn man das ganze Großarltal hinauskurbeln, und das Gasteinertal wieder hineinkurbeln muss, weil sich die TVBs nicht abgesprochen haben, und man dadurch unerwartete sehr große Umwege fahren muss (oder ansonsten durch Befahren der Forststraße zum Kreuzkogel eine sündhaft teure Anzeige riskiert).

    Zusäzlich sollte auch klar beim Trail und auf der Website kommuniert werden, dass die Auffahrt per Muskelkraft verboten ist, ansonsten werden sich nur noch mehr Leute aufregen.

    Zum Trail:
    Gehe ich richtig in der Annahme, dass der obere Teil von einer anderen Firma als der untere Teil gebaut worden ist? Man merkt hier durchaus große Unterschiede in der Bauweise (unterer Teil hat großteils schöner gebaute Kurven und ein paar Wellen wo man „abziehen“ kann, ist teilweise auch steiler und generell flowiger – der obere Teil dafür fast schon zu flach und mit einigen extrem zumachenden Kurven – vermutlich wegen „leichte Kompromisse“ wie oben erwähnt – und generell hält sich hier der Flow in Grenzen).

    Ansonsten ist der Trail mehr als Family-Trail als FlowTrail konzipiert. Für Anfänger (und ohne großartige Vergleichswerte) meiner Erfahrung nach durchaus brauchbar (man sollte hier auch einen Marketingschwerpunkt setzen), für bessere Fahrer oder gar technisch-versierten Fahrer eher mäßig brauchbar bis unbrauchbar. Interessant (und lange!) wars aber dennoch. Bessere Fahrer werden aber eher enttäuscht sein.

    Die Wasserquerrinnen speziell im oberen Teil (mit natürlichem Untergrund) sollte man aber noch ausbessern – das ist für Anfänger nix.

    Liebe Grüße,
    Damian

  • Ich hätte eine Frage zum Radweg Großarltal.
    Wird dieser mitsamt der neuen Mountainbikebeschilderung ebenfalls neu beschildert?
    Es gibt nämlich stellenweise Lücken in der Radwegbeschilderung (Großarl: Holzenweg-Sonneggweg, Hüttschlag: Karteis – Maurach)

  • Ich hätte eine Frage zur Radwegroute „Radweg Großarltal“. Diese hat Beschilderungslücken. Ich hoffe, dass diese auch mit der neuen Mountainbikebeschilderung ausgebessert werden. Generell müsste man diese Radwegroute mehr bewerben, mit eigenen Foldern etc, weil trotz Radweg viele Radfahrer auf der Straße unterwegs sind.
    Mit freundlichen Grüßen, ein anonymer
    Radfahrer

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