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… des muass da Fritz mochn

Diese Geschichte handelt von Friedrich. Wir nennen ihn allerdings „Fritz“ – das ist die in unserer Gegend geläufige Abkürzung von Friedrich. Er ist unser Chefschneiber im Großarltaler Skigebiet. 25 Wintersaisonen – dazwischendrinnen 3 Jahre in ganzjähriger Beschäftigung – hat er jetzt bei unserer Bergbahngesellschaft seinen Dienst verrichtet und das unbestritten in sehr perfekter Art und Weise.

Weil wir ohnehin ständig auf der Suche sind um was zu feiern, bot sich jetzt die willkommene Gelegenheit, das Dienstjubiläum vom Fritz etwas zu begießen. Eigentlich hatten wir das schon für den letzten Dezember geplant, aber der Fritz konnte unmöglich weg. Es hatte so schöne Temperaturen (so – 10 Grad) und er musste schneien was das Zeug, oder das Rohr, hält.

Er war gerade dabei seine Aufgabe wieder mit absoluter Kompetenz zu erfüllen. Jetzt ist das Beschneien nicht das einzige wofür er ein geschicktes Händchen hat, aber diese Aufgabe sticht ziemlich heraus. Erstens wird dabei ein nicht unwesentlicher Teil unserer wirtschaftlichen Grundlage hergestellt. Zweitens ist es notwendig das in saukalter, langer Nacht zu verrichten. Drittens ist diese Tätigkeit sehr komplex und technisch höchst fordernd. Es war einmal, dass sich das Schneiben als Strafjob eignete, z. B. wenn man frech zum Chef war. Heute gehört es zu den höchst anspruchsvollen Tätigkeiten, die wir im Seilbahnunternehmen zu vergeben haben. Es war auch eine der Vorzüge in der ziemlich beispiellosen Perfektion dieser Wintersaison, dass es langanhaltende Kältephasen gab und so in ein paar Wochen im November und Dezember die komplette Beschneiung im Wesentlichen erledigt werden konnte. Der Fritz muss das nicht alleine machen, sondern er hat mit dem Markus einen erfahrenen Kollegen an der Seite.  Dann noch den Joachim, der bereits im letzten Winter Erfahrung sammeln konnte. Und der Hannes, der Josef, sowie der Matthias waren heuer neu im Schneierteam. Alles Zukunftshoffnungen auf dem guten Weg zu einem Spitzenteam.

Und wenn die Schneeerzeugung vorüber ist, ist auch der Fritz nicht arbeitslos. Er ist ein Universaltalent, verstärkt den Pistendienst oder die Werkstatt. Viel Feingefühl zeigt sich in seinem Umgang mit den Maschinen. Bei allfälligen, mit einem Pistengerät zu lösenden, besonders kniffligen Aufgaben meinte Sepp, unser Pistenchef in Rente, immer „i moa, des muass da Fritz mochn“ (ich meine, das sollte der Fritz machen). Da vertrauen wir nur dem Profi sozusagen.

Ja, und gestern hat der Fritz endlich Zeit gefunden, sein Firmenjubiläum mit uns aus der Geschäfts- bzw. Betriebsleitung und seinen Kollegen von Pistendienst und Beschneiung zu feiern. Er wird ja nicht nur aufgrund seines Fachwissens, sondern auch wegen seiner menschlichen Eigenschaften in der Kollegenschaft sehr geschätzt.

Fritz, danke für das hohe Maß an Pflichterfüllung in den vergangenen 25 Wintern. Unaufgeregt und absolut kompetent.

Bei der Jubiläumsfeier für Chefschneiber Fritz. Schneiber, Pistendienstler, Geschäftsleitung sowie Roswitha (Ehegattin vom Fritz).

Bei der Jubiläumsfeier für Chefschneiber Fritz. Schneiber, Pistendienstler, Geschäftsleitung sowie Roswitha (Ehegattin vom Fritz).

… des muass da Fritz mochn
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