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200 Jahre „Stille Nacht, Heil`ge Nacht!“

Bei einer Lesung am 3. März 2018 hat GR Mag. Bernhard Rohrmoser, Pfarrer von Mariapfarr seit 2004, in seiner Heimatgemeinde Hüttschlag im Rahmen einer Bildungswerksveranstaltung, organisiert durch Bildungswerksleiter Martin Rohrmoser, sein neuestes Buch „AUF HARTEM HOLZE RUHT DAS LEBEN“ vorgestellt. Die Mitarbeiterin im pastoralen Dienst Sylvia Fritzenwallner berichtete über die Hintergründe der Entstehung des Buches. Ein Grund dafür war, daß Priester Joseph Mohr vor 200 Jahren im Jahre 1816 den Text zum Weihnachtslied „Stille Nacht! Heil`ge Nacht!“ in der Pfarrgemeinde Mariapfarr geschrieben hat. Es wurde zu Weihnachten 1818 in Oberndorf zu St.Nikolai mit seinem Freund Franz Xaver Gruber das erste mal gesungen. Dieses 200-Jahr-Jubiläum von „Stille Nacht!“ und das 40-jährige Priesterjubiläum von Pfr. Rohrmoser im Jahr 2018 haben ihn inspiriert, „Auf hartem Holze ruht das Leben“ entstehen zu lassen.

Ein Auszug aus dem neuen Buch:

Joseph Mohr lebte in einer politisch wechselvollen und schicksalsschweren Zeit. Auch die Kirche von Salzburg war davon sehr betroffen. Mit dem Erzstift ging es zu Ende. Es begann die Zeit der Sekularisierung und Neustrukturierung der kirchlichen Einrichtungen. Die Diözesgrenzen wurden neu geregelt. Und so galt es, die religiösen-geistigen Kräfte zu sammeln und den Einfluss der Kirche, eben auch in Salzburg wieder geltend zu machen.

Kaiser Franz I. von Österreich bestimmte 1806 sogar die Audhebung des Salzburger Erzbistums. Es wurde schließlich ein einfaches Bistum, das der oberösterreichischen Landesverwaltung unterstellt war. Der Erzbischof war schon längst nach Wien geflohen. Jahrelang war der erzbischöfliche Stuhl in Salzburg verwaist.

Mit seinem priesterlichen Wirken begann Joseph Mohr in einer jahrzenhntelang dauernden schwersten Krise der Kirche von Salzburg. Die Kirche wurde vom Staat überwacht. Es herrschte allgemein eine große Niedergeschlagenheit. Napoleonische Kriege, Abgabeforderungen und regelrechte „Hungerjahre“ durch Missernten, Geldentwertung und Teuerung taten das Ihre hinzu.

Das Jahr 1816, jenes Jahr, in dem Joseph Mohr das Lied von der „Stillen und Heil`gen Nacht“ schrieb wurde sogar das „Jahr ohne Sommer“ genannt. Vieles an historisch gewachsenem Brauchtum wurde verboten.

Ein einschneidendes Verbot war, dass in der Heiligen Nacht die Mitternachtsmette nicht gefeiert werden durfte. Sie musste auf den frühen Morgen des Weihnachtstages verlegt werden. Das wird wohl auch dem Joseph Mohr mit Wehmut das Herz erfüllt haben.

Vielleicht war sogar dies für Joseph Mohr des Anlass, hinunter in die Kirche zu gehen, wo ihm in besonderer Stunde, womöglich in der Heiligen Nacht, die bewegenden Worte zur „Stillen und Heiligen Nacht“ eingefallen sind.

1817 kam Joseph Mohr nach Oberndorf, wo er den Lehrer und Organisten Franz Xaver Gruber kennenlernte. Dieser verfasste die Melodie. In der tiefen Freundschaft der beiden mag wohl der Ursprung zu finden sein, aus dem das bleibende Werk des großartigsten Weihnachtsliedes für die ganze Welt entstand. 1818 wurde „Stille Nacht, Heil`ge Nacht“ von beiden in der Christmette zu St. Nikolaus in Oberndorf uraufgeführt – ein Lied für die Ewigkeit.

Info-e-mail Pfarrer Rohrmoser: Buch erhältlich zum Preis von € 24,– in den Raiffeisenbanken des Großarltales und in der Buchhandlung Haidenthaller in St.Johann/Pg., oder per mail: pfarrer.rohrmoser.mariapfarr@pfarre.kirchen.net

 

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