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Kühe auf der Alm: Richtiges Verhalten

Jedes Jahr passieren Unfälle mit Weidetieren, über Kuhattacken schreiben die Zeitungen. Um das zu vermeiden, gibt es ein paar einfache Grundregeln zu beachten.

Grundsätzlich sind 3 Arten von Viehherden zu unterscheiden:

  • Kuhherden: Dabei handelt es sich um Kühe, die regelmäßig gemolken werden. Diese sind Kontakt zum Menschen gewohnt. Meistens verhalten sich diese Herden am ruhigsten. Sind jedoch Stiere dabei, ist Vorsicht geboten.
  • Jungtierherden: Die „Halbwüchsigen“ sind sehr bewegungsfreudig, neugierig und übermütig. Beim Kontakt kann es schnell zu unkontrollierten Bewegungen kommen.
  • Mutterkuhherden: Solche Herden bestehen aus Muttertieren und ihren Kälbern. Die Kälber sind im Normalfall ziemlich neugierig. Aber Achtung: Die Mutterkühe haben einen hohen Schutzinstinkt und verteidigen ihre Kälber. Sind auch männliche erwachsene Tiere (Stiere) dabei, ist besondere Vorsicht geboten.
Pinzgauer Kuh auf der Aulam

Pinzgauer Kuh auf der Aulam

Regeln, um Konflikten mit Kühen aus dem Weg zu gehen

Wenn nicht unbedingt notwendig, sollten Sie weidenden Tieren nicht zu nahe kommen. Und auf keinen Fall die Kälber streicheln oder füttern. Denn es kann schon sein, dass diese dann ihren „Wegzoll“ beim nächsten Wanderer einfordern und somit können Missverständnisse entstehen. Zeigt die Herde Unruhe oder fixieren einzelne Tiere bereits Wanderer, sollten Sie unbedingt Abstand halten und lieber einen kleinern Umweg machen.

Ihr Hund ist unbedingt an der Leine zu führen. Übrigens besteht in der Gemeinde Großarl für das gesamte Gemeindegebiet Leinenpflicht! Ebenso soll der Hund der Kuhherde nicht zu nahe kommen, denn ein Hund stellt für die Kühe grundsätzlich immer einen potentiellen Feind dar – insbesondere der Kälber und diese werden von deren Muttertieren geschützt. Ableinen sollen/müssen Sie Ihren Hund nur dann, wenn eine Kuh angreift. Dann aber rasch. Der Hund ist dann nämlich schnell genug, um vor der Kuh zu fliehen. Somit kann er die Gefahr von Ihnen abwenden.

Werden alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten und kommt es dennoch zu einer gefährlichen Situation, sollten Sie unbedingt Ruhe bewahren. Laufen Sie nicht davon und greifen Sie sich lieber Ihren Wanderstock. Aber nicht wie wild mit diesen in der Luft wedeln. Versetzen Sie der Kuh nur im absoluten Notfall einen gezielten Schlag auf die Schnauze. Verlassen Sie aber langsam und gezielt die Gefahrenzone – ohne dass Sie der Herde den Rücken zukehren. Das ist die einzige richtige Lösung, um gefährliche Begegnungen mit Weidevieh unverletzt zu überstehen.

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