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Aufregungen aller Art um Rostbraten und Pistenkilometern

Falschdeklaration ist das Thema in diesen Tagen – neben dem, dass  unser Heimatbundesland spekulativ etwas danebengegriffen hat. Aber Sorge ist unangebracht, unsere Salzburger Volksvertreter haben alles fest im Griff, sagen sie. Wir bleiben beim Aspekt falscher Produktangaben: man ist nämlich draufgekommen, dass im Rostbraten – wir sprechen ihn in unserer Mundart als „Rossbraten“ aus – gar kein Pferdefleisch sondern Rindfleisch drinnen ist. Skandal! Aber anscheinend nicht nur das, es werden auch Pistenkilometer falsch deklariert. Medien berichten, dass einige unserer Branchenkollegen anscheinend etwas zur Übertreibung neigen bei ihren Angaben zu den Abfahrtskilometern, aus 1 mach 3 so ungefähr.

Das ist dann immer jener Zeitpunkt, wo man auch im eigenen Wirkungsbereich hinterfragt, ob eh alles richtig und glaubwürdig dargestellt ist. Kann durchaus sein, dass bereits der nächste Telefonruf aus einer Zeitungs- oder Fernsehredaktion kommt um unsere Angaben genauer zu hinterfragen. Hoffentlich ruft jetzt niemand an! Auf diese Situationen muss ich mich nämlich noch vorbereiten. Es geht im Kern schließlich um die nicht unwesentliche Frage ob man das Vertrauen der Kunden verdient oder nicht. Wie beim Rossbraten auch. Schneeberichtsangaben sind übrigens auch aus demselben Holz geschnitzt was die Vertrauensfrage betrifft.

Pisten im Großarltal und die Frage der Pistenkilometer

Pisten im Großarltal und die Frage der Pistenkilometer

Bevor das Telefon jetzt aber richtig scheppert,  geht es zur Überprüfung wie‘s mit unseren Pistenkilometerangaben wirklich steht. Zu 100 % auszuschließen ist auch hier einmal grundsätzlich nichts. Die Angaben sind über fast 50 Jahre historisch gewachsen, ab und zu unterstellt man, dass touristische Zahlenangaben auch einem leichten Hang zur Großzügigkeit (Übertreibung; Superlativen) ausgesetzt sind. Ja und auch die technischen Messmöglichkeiten waren früher einfach nicht so gegeben. Das eine oder andere ist sicher Ausfluss einer Schätzung. Und wer hat die Kilometerangaben je nachgerechnet? Also ich in den letzten 29 Jahren zumindest nicht.

Von der technischen Ausstattung her gesehen lässt so ein Seilbahnunternehmen wie wir es sind mittlerweile kaum mehr Wünsche offen. Damit verfügen wir auch über ein GIS-System („Geografisches Informationssystem“), mit dem die Pistenkilometerangaben mit vertretbarem Aufwand nachgemessen werden können. Ehrlich gesagt beschleicht mich dabei doch ein Gefühl leichter Anspannung. Ich sag das am Besten gleich, falls das Ergebnis nicht stimmt: ist keine Absicht dahinter. Hoffentlich ruft niemand von der Medienmeute an.

Nun zur Ausgangsbasis: in unserem Marketing sprechen wir von 80 Pistenkilometern auf der Skischaukel Großarltal-Dorfgastein, 45 km davon auf unserer, also Großarltaler Seite. Diese letzte Angabe wäre zu ergründen, und zwar folgendermaßen:

Wenn  ich alle Pisten in gerader Linie nachzeichne, ergeben sich als Zwischensumme schon einmal etwa mehr als 39 Kilometer – da schau her. Das ist nun erst einmal die horizontale Betrachtung – also rein von oben aus der Vogelperspektive gesehen. Aber die Skiabfahrten haben ja Neigungen, sonst wären sie vielleicht Fußballfelder. Der Kunde muss damit eine längere Strecke fahren. Wenn wir einen durchschnittlichen Neigungsschnitt ansetzen dann ist die Pistenlänge knapp 42 Kilometer. Das ergibt dann die sogenannte schräge Skipistenlänge. Wir sind mit der Rechnerei schon ziemlich am Ziel. Auch deshalb, weil diese 42 Kilometer reine Schussfahrt vom Berg bis ins Tal wären. Dass würde zwar der Hermann Maier schaffen, aber unser Kunde fährt Bögen. Würde man die Bogenfahrerei auch noch einfließen lassen – Messnormen wie man Pistenlängenangaben einheitlich ermittelt gibt es ja nicht – würde das die Angaben noch einmal wesentlich stark nach oben treiben. Vermutlich weit über 45 Kilometer hinaus. Warum ruft den heute niemand an?

Also, das zusammenfassende beruhigende  Ergebnis: unsere Angaben zu den Pistenkilometern sind ziemlich ins schwarze getroffen. Wo Großarltal draufsteht muss Glaubwürdigkeit drin sein!

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