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Unser Talschluss mit Bezeichnung „Hüttschlag See“ macht derzeit seinem Namen alle Ehre. Ein riesiger See ziert dort derzeit das Landschaftsbild und versperrt den regulären Zugang in den hintersten Talschluss. Eigentlich gibt es dort ausgedehnte Feuchtwiesen, durch die sich genüsslich das Wasser von den Gletschern des Talschlusses, den unzähligen Quellen und den tosender Wasserfällen am Talende der Nationalparkgemeinde Hüttschlag durchschlängelt. Der dortige kleine Ötzlsee (derzeit nicht zugänglich) ist ursprünglich ein künstlicher See und entstand durch die Schottergewinnung für den Straßenbau. Heute ist er längst verwachsen wie ein Natursee und ein beliebtes Fischgewässer. Die Natur-Kneippanlage unmittelbar neben dem Ötzlsee lädt ein, müde Geister zu regenerieren und wieder zu neuem Leben zu erwecken. Das frische Quellwasser, das dort mit kalten 8 ° aus dem Berg kommt, tut echte Wunder.  So weit zum Normalzustand im Talschluss.

An der Ötzlbrücke - Blick talauswärts 5

An der Ötzlbrücke - Blick talauswärts 5

Eines vorweg: Es war keine Mure. Durch die starken Regengüsse der letzten Tage hat lediglich der Moderegg-Graben so viel Geschiebe mitgebracht, das sich folglich im Bachbett nach der Seebrücke abgelagert hat, dass dieses immer höher wurde. Durch diese natürliche Barriere konnte das Wasser aus dem Talschluss nicht mehr abfließen und hat begonnen, sich dahinter aufzustauen. Ein riesiger See hat sich gebildet. „Papa, jetzt kenne ich einen See, den die Mama noch nie gesehen hat“, sagte spontan meine Tochter Christina begeister, nachdem sie mich gestern bei einer kleinen Radtour in den Talschluss begleitet hatte. Wenn man dieses Naturschauspiel selbst erleben will, sollte man sich beeilen und in den nächsten Tagen den Talschuluss besuchen, denn wenn die Regengüsse nachlassen, wird der See wohl wieder abfließen. Außerdem bleibt abzuwarten, ob nicht das Bachbett schon die nächsten Tage wieder in seinen Urzustand rückgebaut wird.

Unmittelbar nach der Ötzlbrücke. Ab hier ist Schluss!

Unmittelbar nach der Ötzlbrücke. Ab hier ist Schluss!

Das Wasser steht dort hinten derzeit genau bis zur Unterkante der Träger der Ötzlbrück. Kurze danach ist Schluss für alle, die entweder keine Gummistiefel dabei haben oder sich am besten gleich barfuß weiter auf den Weg machen. Die Kneippanlage steht komplett unter Wasser. Für Wanderer, die in „die Schöder“ (also ins Schödertal) wollen, wurde gestern auf Initiative des Alpenvereins kurzerhand provisorisch der alte Schöderweg an der linken Talseite (Abzweigung unmittelbar vor der Ötzlbrücke) wieder instandgesetzt. Dake dafür!

Wer also den Talschluss besucht, sollte dabei gleich die Möglichkeit nutzen, sich die Ausstellung „Bergwald“ im Nationalparkgasthof Talwirt sowie direkt daneben das gesamte Talmuseum – ein Art Freilichtmuseum –  des Nationalparkvereines Hohe Tauern Hüttschlag im Großarltal anzusehen. Ganz neu ist dort ein sogenanntes „Insektenhotel“ das der Verein heuer im Frühjahr in enger Zusammenarbeit mit der Hauptschule Großarl in aufwändiger Arbeit gebaut hat.

Insektenhotel im Talmuseum 3

Insektenhotel im Talmuseum 3

Und noch ein Tipp in eigener Sache: Meine Fotoausstellung hinten im Talmuseum läuft noch bis Ende des Sommers. Eine Einkehr beim Talwirt oder beim Bauernladenstüberl bzw. bei den Wirten Almrösl und Hüttenwirt im Ortszentrum sollte für die Abrundung eines perfekten Ausfluges auf jeden Fall auch nicht fehlen. Hier noch ein paar Eindrücke unserer gestrigen Radtour in den Talschluss.

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