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Geruch von Hirsch

Wer das besonders tiefe Naturerlebnis sucht, der hat jetzt etwas versäumt. Leider. Sofern er die letzten 3 Wochen nicht im Großarltal war zumindest. Die Hirschbrunft geht nämlich gerade zu Ende. Dieses besonders eindrucksvolle Schauspiel beginnt immer so um den 20. September und endet in diesen Tagen. Der Brunftschrei der Hirsche ist in vielen Gegenden des Tales zu hören. Vornehmlich eher in den Almregionen, aber nicht nur. Mit etwas Glück kann man die Hirschbrunft auch etwa in unserem Ellmautal vernehmen. Besonders „gebrunft“ wird ab Einbruch der Dunkelheit, untertags treten die Kämpfer etwas leiser, muss auch einmal etwas gerastet werden. Wobei in jenen Gebieten mit hohem Rotwildbestand die Brunft auch untertags durchläuft. Es ist ein besonderes Naturschauspiel, einige dafür besonders zu empfehlende Wanderrouten haben wir in einem früheren Blogbeitrag schon einmal aufgelistet (bitte hier klicken). Hirschbrunft ist Naturbeobachtung und das braucht auch ein rechtes Maß an Stille. Wer durch die Natur lärmt wird wahrscheinlich nicht viel von diesem Tiefenerlebnis mitbekommen. Hirschbrunft ist auch ein Fest der Sinne. Wenn man ganz aufmerksam ist, kann man die Hirsche immer wieder einmal sogar riechen. Dem Hirschen begleitet nämlich auch ein Brunftgeruch der einige Zeit wahrnehmbar ist. Geruch von Hirsch also.

Hirsch in der Brunft - Bild: Salzburger Jägerschaft/Burgstaller

Es ist aber kein Geheimnis, dass wir einige dieser männlichen und weiblichen Tiere auch einer Doppelverwendung zuführen. Unsere Jäger mit ihrer langen Jagdtradition entnehmen sie. Also von „Geruch von Hirsch“ zu „Geschmack von Hirsch“.  Ein ebenso sympathischer Umstand. Der Oktober ist die Zeit der Wildwochen in der heimischen Gastronomie. Das Wildbret gehört zu den edelsten Lebensmitteln die wir hier im Tal direkt verfügbar haben. Dieses Lebensmittel ist nicht nur gesund sondern hat auch die besten Klimabilanzwerte. Ich muss das mit den Klimabilanzwerten jedes Mal erwähnen, damit es auch der letzte checkt. Aber es macht einen ganz ganz wesentlichen Unterschied ob das Fleisch aus unserem heimischen Wald oder irgendwo aus Argentinien, Neuseeland oder sonst woher kommt. Nicht nur, dass wir so sicher sein können, es kommt reinste Natur auf den Teller, sondern auch der Transport, industrielle Erzeugung usw. verursachen massiven CO2-Ausstoß und schädigen unsere Umwelt nachhaltig. Ende der Lehrstunde, aber das Thema Klimabilanz muss uns bewegen, hilft nicht. Und hier gehen wir mit der Eigenverwertung der Großarltaler Naturprodukte einen hervorragenden Weg.

Wenn Sie die Hirschbrunft einmal erleben wollen, merken Sie sich den Termin für nächstes Jahr vor. Bevorzugen Sie die Kulinarik so ist es für heuer noch nicht zu spät – wir haben nachstehend noch eine Auflistung der gerade laufenden Spezialitätenwochen im Großarltal eingeblendet. Am besten aber, man genießt beides.

Es ist schöne Tradition das alljährliche Hirschbrunftposting mit hochwertiger Poesie abzuschließen und damit den künstlerischen Wert zu heben. Die Hirschbrunft ist in der Nacht intensiver, dazu folgender Dreizeiler den man beachten sollte – made by Großarltal (© Uko Chris jun.)

Bei Dunkelheit sieht man nicht so weit,
als bei Tageslicht
wo man weiter siecht.

Veranstaltungskalender Großarltal (enthält auch die Spezialitätenwochen) – hier klicken
Brunftschrei des Hirschen – hier klicken
Zur Almenliste – hier klicken

Geruch von Hirsch
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