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Der Winter duelliert sich schon wieder

Wir duellieren uns jetzt nicht mit dem Almsommer, immerhin machen trotz derzeit etwas unwirtlicher Bedingungen noch 7 bewirtschaftete Almen der Bezeichnung „Tal der Almen“ alle Ehre (siehe Almenliste). Aber es ist Zeit sich auch hier in diesem Forum wieder vermehrt dem Winter zu widmen. Schließlich ist es ja bei der Bergstation unserer Panoramabahn Großarltal momentan schon schneeweiß und eventuell in 2 bis 3 Tagen auch im Tal. Zudem sieht es ganz danach aus, dass wir unsere Beschneiung im Mittelbereich durch angesagte Kälte bereits in dieser Woche anwerfen können. 

Natürlich haben wir mit dem Schnee momentan auch leichte Probleme im Bergstationsbereich. Die Baustellen sind zwar vor dem Abschluss, aber doch halt nicht restlos fertig. Diese Baustellen die bei unseren Gästen so viel Interesse geweckt haben, wie wir aus Einträgen in Gästebüchern und vielen Mails feststellen mussten (is eh positiv). Diese Baustellen die auch für alles Mögliche herhalten mussten. Etwa für den Überschallknall den unsere Abfangjäger („Eurofighter“ – weil sie so teuer waren) bei einer Übung in 14.000 m Höhe mehrfach verursacht haben und dadurch das Tal erzittern ließen („der Lift hat schon wieder gesprengt“) – wir waren’s nicht, echt nicht! Oder auch für die eine oder andere negative Reaktion beim „Seilbahnwandern“ aufgrund der Schmutzentwicklung durch die Großbaustelle im Bergstationsbereich. Doch wo gehobelt wird fallen Späne, tut uns leid.

Ja, und das ist an unserem Skiberg jetzt anders, besser, schöner …

  • Beschneiung – mehr Schlagkraft sowie zusätzliche Schneiflächen im Bereich der Abfahrten unterm Kreuzkogel.
  • Die Abfahrten dort (Familienabfahrt Nr.3 sowie die Sennleitnabfahrt Nr.8) sind ebenfalls breiter und freier.
  • Von der Bergstation Panoramabahn Großarltal führt jetzt ein großzügiger Skiweg zur Panoramastube. Ein neuralgischer Pistenabschnitt konnte damit entschärft werden.
  • Der Übungslift Kreuzhöhe an der Bergstation Panoramabahn wurde durch einen neuen und längeren Tellerlift ersetzt.
  • Smartphonebesitzern bieten wir topaktuelle Vor-Ort-Infos an. Dazu schnitze ich aber einmal eine eigene Geschichte.

So weit die ersten News vom Winter. Und vergessen Sie nicht die Saisonkarte rechtzeitig zu erwerben, für Kinder und Jugendliche haben wir heuer sensationelle Tarife (hier klicken).

Der Winter duelliert sich schon wieder
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7 Antworten auf Der Winter duelliert sich schon wieder

  • Wahnsinn, aber nicht schlecht. Ich hoffe nur, es lässt sich noch irgendwie mit der Umwelt vereinbaren……

  • Josef Gruber

    Hallo Ralf,

    wir wären jetzt unehrlich, wenn wir behaupten würden, diese Maßnahmen sind kein Eingriff in die Natur. Sind sie natürlich. Aber: wir gehen größtmöglich behutsam vor durch vorheriges Abtragen der Vegetion (Almrosenstöcke etc.), Abschieben des Humus und bei Beendigung der Baustelle Wiederauftragen in der umgekehrten Reihenfolge. Ein bissl genauer haben wir das in unserem Blogbeitrag vom 15. August dargestellt – (siehe https://www.grossarltal.info/blog/2010/08/15/ordentlich-umgeruhrt/ ).

    Für uns ist eine größtmögliche Schonung der Umwelt ein ohnehin vorrangiges Anliegen. Aber nicht nur deshalb weil es die strengen österreichischen Naturschutzgesetze ohnehin so vorschreiben, oder weil das dort oben im Sommer auch ein Teil unseres Wandergebietes ist, oder weil die Bauern natürlich darauf bestehen ihre dortigen Almflächen im Sommer mit Vieh beweiden zu können. Sondern vor allem deswegen, weil wir 365 Tage hier leben und das in einer intakten Umwelt viel mehr Spass macht als in einer zerstörten. So eigennützig sind wir!

    Freundliche Grüße aus dem Großarltal.

    Josef Gruber

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  • Hallo nach Großarl,
    wir kommen regelmässig seit einigen Jahren nach Großarl und mögen Ihr Skigebiet, gerade auch wegen der interessanten, kupierten Pisten. Bislang dachte ich, dass ihr in Großarl noch nicht dem Wahn der Einheitsbrei-Carving-Autobahnen erlegen seid, die man mittlerweile in vielen Skigebieten findet.
    Beim Betrachten der Bilder der Familienabfahrt oben auf dem Kamm und der vormals interessanten und schönen Sennleitn-Piste glaube ich das jetzt aber nicht mehr so ganz. Wenn ich eine absolut gerade, extrem gleichmässig geneigte Piste suche, dann kann ich auch in eine Skihalle fahren. Die blaue oben am Kreuzkogel war doch schon bislang sehr leicht und nur durch die Geländekuppen überhaupt halbwegs interessant. Jetzt finde ich es absolut grausam, tut mir leid. Schade ist’s auch um die schöne Sennleitn, die war bislang abwechslungsreich, das einzig negative an der Piste waren bislang die manchmal entstehenden Wartezeiten am 6er Kreuzkogel, die Abfahrt hat so viel Spass gemacht.
    Für mich bleibt als Fazit dass auch in Großarl jetzt zunehmend der Zeitgeist der Gleichmacherei am Berg einzieht, das Skigebiet verliert damit für mich deutlich an Attraktivität und Abgrenzung zu vielen anderen Skigebieten. Sehr schade!
    Das Investitionen in ein Skigebiet fliessen müssen in einem Tal, das in erster Linie vom Tourismus lebt, ist mir bewusst. Moderne Liftanlagen und geringe Wartezeiten mag fast jeder, eine flächendeckende Beschneiung sichert einen durchgängigen Skibetrieb. Das ist alles ok. Nur warum muss ein Skigebiet dem anderen gleichen?
    Liebe Grüße nach Grossarl

  • Das ist ja krass! Wieso entscheidet man sich zu solchen Maßnahmen? Nicht nur handelt es sich um einen ziemlich auffälligen und wenn überhaupt nur schwer reversiblen Eingriff in das Landschaftsbild (das für mich zum Schneesport ja irgendwie dazu gehört, sonst könnte ich auch eine Skihalle gehen), auch und vor allem nimmt es der Piste den Reiz, wenn sie derart breit und uniform ist – jedenfalls aus meiner Sicht. Wenn sie nicht mehr den natürlichen Geländeverläufen folgt, dann ist sie letztlich absolut austauschbar. Als Skifahrer wünsche ich mir eigentlich Abwechslung und auch ein bisschen Herausforderung im Sport – und dazu gehört auch ein eleganter Geländeverlauf einer Piste, wie ich finde. Dieser Autobahnstil schreckt mich persönlich eher ab (aber vielleicht geht das anderen ja anders).

  • Wahnsinn wirklich schade, dass ihr jetzt auch dem Planierungswahnsinn im Pistenbau folgt. Das Geld lieber in sinnvolle und MAßVOLLE! Ausbauten stecken. Vom Betriebswirtschaftlichen ist es natürlich sinnvoll keine Frage.
    Aber so macht das Skifahren doch keinen Spaß mehr – ich vermisse die alten Pisten jetzt schon ohne die neuen gefahren zu sein.
    Bitte nicht damit weiter machen.

  • Ich als mit 43 Jahren „alter“ Skifahrer empfinde gravierende Remodellierungen des ursprünglichen Terrains keineswegs als Zugewinn für die Freude am Skifahren auf derartigen Pisten.

    Ich finde es hier dennoch schön, daß Prokurist Josef Gruber diese Diskussion zulässt, denn es geht keineswegs um das doch recht abgedroschene Thema Umwelt- und Landschaftsschutz, sondern vielmehr um etwas, was anfürsich auch den Bergbahnbetreibern sehr am Herzen liegen müsste: Die Freude am Skifahren!

    Wenn sich das Terrain möglichst perfekt, einfach und übersichtlich vor deren Füßen ausbreitet, erhöht sich möglicherweise innerhalb einiger maßgeblicher Segmente die Kundenzufriedenheit, wohl vorwiegend bei unbedarften Skifahrern oder bei jenen die sorglos von oben bis unten in hoher Geschwindigkeit runterheizen und dabei im Kurvengefühl das Einschneiden der richtig angekanteten Carvingski im harten Pistenplenum spüren…

    Anderseits wird, wie schon meine Vorposter allesamt anschaulich dargestellt haben, dem Gelände seine Charakteristik, seine Individualität genommen. Das Individuelle eines Terrains trägt jedoch maßgeblich dazu bei, dass man sich mit Freude adaptiert und sportlich seinen Fähigkeiten entsprechend den besten und schönsten Weg durch die spezielle Topographie hindurch sucht. Fähigkeiten, die ja im Urinstinkt des Menschen enthalten sind, und die Zivilisationsmensch im Sport stets allzugerne wieder ins Leben miteinbeziehen will, und es daher auch tut.

    Es ist auch und insbesondere für Kinder und Jugendliche wichtig, das gegebene Terrain zu lesen und in der eigenen spielerischen Freude am Fahren, im eigenen Stil, dieses als Aufgaben zu betrachten und jedes Mal besser und besser zu bewältigen. Auf homogenen Pistenlandschaften ist dies nur sehr eingegrenzt möglich. Der Ausbruch wird stets gesucht und immer mehr vollzogen, die Freeridewelle sollte eigentlich Alarmsignal genug sein …

    Denn Coupiert, Einschnürung, Baumgruppe, Hängend, Welle… all dies heute als „Unperfekt“ stigmatisierte macht erst den wahrlichen Spaß aus, und darf nicht einfach so zugunsten planer Flächen aus dem CAD entfernt werden. Um das wenige Verbliebene womöglich noch durch Fangnetze- und Polsterungen wegzusperren…

    Die Bedürfnisse von Carvingski-Techniken und moderner Pistenbewirtschaftung gehen derzeit(!) eine aus wirtschaftlichem Blickwinkel betrachtet ideale Symbiose ein. Jedoch stets vorausgesetzt, dass das Carven als Mainstream Abfahrtsart nachhaltig in Mode bleibt. Herr Gruber wird sich z.B. sicherlich noch gut an die kurze (Mode-)Ära der „Compact Ski“ erinnern: Mit diesem kurzen „Drehgerät“ könnte man auf heutigen Skipisten glatter Prägung nichts mehr anfangen…

    Eine weitere Gefahr die man im Skitourismus auf lange Sicht orten kann – ich mag mich gerne irren- ist, daß durch die über den gesamten Alpenbogen sich vervollständigende Gleichschaltung des Skierlebnisses (über homogenisierte Pisten als Erfordernis aus Hochleistungsaufstiegshilfen und Pistenbeschneiung) über kurz oder lang die Kundenbindung nachlassen kann. Der Wert den der Connaisseur als Stammgast dem Skigebiet zuordnet, wird trotz aller zusätzlichen Inszenierungen möglicherweise ab- statt zunehmen…

  • Ich schließe mich den Vorrednern an! Sicher sind in den letzten Jahren einige interessante, durchaus lobenswerte Investitionen im Großarltal getätigt worden – so wurde die neu geschaffene Harbach-Abfahrt fast zu meiner Lieblingsabfahrt.

    Die Verbreiterung der Finsteren Grube – na ja, hätte m.E. trotz der zahlreichen Sportveranstaltungen dort schon nicht sein müssen. Hier war zumindest früher – trotz schlechtem Wetter bzw. Nebel – immer eine gute Sicht vorhanden.

    Das erste „Hallo-Wach“ kam mir spätestens im letzten Jahr, als auf der Gasteiner Seite der Gipfelexpress Fulseck in die Landschaft gesetzt wurde und ein m.E. nicht unerheblicher Teil des Hochwaldes weichen mußte.

    Der TVB Grossarl warb seit Jahrzehnten – u.a. in Video-Vorführungen für Schulklassen – mit einem sorgfältigen Umgang mit der Natur und den Pflegmaßnahmen der Skipisten im Frühjahr/Sommer nach Beendigung der Skisaison.

    Wenn jetzt aber auch noch oberhalb der Baumgrenze die „Autobahn“ vom Kreuzkogel um den markanten Buckel (ermöglichte wenigstens noch etwas Schwung bis zur Bergstation) gebracht wurde bzw. die Sennleitn-Abfahrten planiert wurde stellt sich mir schon die Frage nach einem pfleglichen Umgang mit der Natur. Ob sich die Vegetation dort trotz „Zwischenlagerung“ wieder erholen kann erscheint mir fraglich.

    Was nützt zudem eine Begradigung / Beschleunigung der Sennleitn, wenn das Nadelöhr an der Harbachhütte / Einstieg Kreuzkogel-Lift nicht entschärft wurde ???

    Wenn ich flache breite Pisten bevorzuge kann ich genau so gut in Flachau oder Mayerhofen fahren ………

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