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Lebensart

Der Herbst ist eine schöne Jahreszeit, vielleicht überhaupt die Schönste. Auch weil der Winter bald naht und das für einen echten Wintertouristiker immer eine Hochphase bedeutet. Aber nicht nur – sondern weil es sich jetzt ausgesprochen gut wandern lässt, keine stechende Sonne mehr, dafür bunte Landschaften bei nach wie vor aktivem Almenleben. Vielleicht ist es dort auch etwas beschaulicher, da die Kühe schon weniger Milch geben, das weniger Arbeit für die Almleute und damit wiederum mehr Zeit für gute Unterhaltung bedeutet. Die Natur, besonders der Vogelgesang, wird stiller und trotzdem gibt es allerhand Naturerlebnisse. Besonders beim Wild, das sich nicht nur in Wald und Feld (die Hirschbrunftzeit naht) sondern als abgeschöpfte Variante auch im Kochtopf ganz gut macht.  Aber das ist einmal eine andere Geschichte.

Fieselbohnen_Großarltal

Und im eigenen Garten kann man spätestens jetzt ernten was frau im Frühjahr gesäht hat.  Wie eine Bohnensorte – außerhalb des Großarltales kaum mehr bekannt – die als Speise im Tal eine Jahrhunderte alte Tradition hat. Wir sagen dazu „Fieselbohne“, die höchste kulinarische Wertschätzung genießt. Trotz Recherche im Internet (breite Ahnungslosigkeit dort) ist diese Sorte nicht einwandfrei wissenschaftlich zuordenbar. Mit Wahrscheinlichkeit handelt es sich um eine Saubohnenart, vielleicht eine lokale Mutation – oder was weiß ich.

Jedenfalls stehen die bis zu 2 Meter hohen Fieselbohnenstauden noch in vielen Großarler und Hüttschlager Gärten. Und jede Staude trägt eine Menge von Schoten die fast immer 3 Bohnen beinhalten. Der Verzehr, das „Fieselbohna essen“, ist dann ein spätsommerlicher Gipfel der Genüsse. Die Schoten werden gekocht, bei Tisch geschält und die Bohnen dann mit Erdäpfel, Butter und Salz gegessen. Ganz perfekt wird das Gericht noch mit Schottbrühe oder Schottsuppe (der „Schotten“ ist ein Veredelungsprodukt aus der Buttermilch).

Ein einfaches Gericht, Jahrhunderte alt und immer noch für Höhepunkte gut!

Aber Vorsicht, liebe Gäste! Diese Dinger sind so rar, dass sie auf keiner gastronomischen Speisekarte zu finden sind. Dieser Artikel ist daher mehr ein kleiner Einblick in unsere großarltaler Lebensart!

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