31. Dezember 2015
Wandertraumland Großarltal, "Das Tal der Almen"
Es ist amtlich: Das Großarltal darf sich seit Oktober 2010 als erste Region im Bundesland Salzburg ab sofort mit dem Österreichischen Wandergütesiegel schmücken. Vergeben wird dieses von der „Vereinigung zur Qualitätssicherung für Wandern in Österreich“. Für die Erlangung des Gütesiegels ist es erforderlich, eine ganze Fülle an strengen Richtlinien zu erfüllen.

Den Namen Tal der Almen verdient sich das Großarltal mit seiner Nationalparkgemeinde Hüttschlag und seinem Europadorf Großarl zu Recht. Denn nirgends sonst im Salzburger Land gibt es ein Tal, das sich dieses Prädikat mehr verdienen würde. Knapp an die 40 Hütten sind es, die die Wanderer entlang der rund 400 km markierten Wanderwege und der 140 km ausgeschilderten Mountainbikestrecken mit selbst gemachten Köstlichkeiten versorgen.

Genusswandern von Alm zu Alm. Während unten im Tal noch Ruhe herrscht, haben die Sennleute oben auf den Almen bereits alle Hände voll zu tun. Aus der köstlichen Milch glücklicher Kühe bereiten sie frische Butter und herrlichen Käse. Dazu werden selbst geräucherter Speck, frisches Bauernbrot und traditionelle Hauswürste gereicht. Eine Besonderheit ist der für das Tal so typischen "Sauerkäse" – eine Art Graukäse, der nur hier im Tal gemacht wird. Natürlich darf auch das berühmte Stamperl vom "Selber Brennt´n" nicht fehlen. Genießen Sie bei einer Rast auf den Almen des Großarltales den Geschmack des Salzburger Almsommer und herzliche Gastfreundschaft „ganz nahe am Himmel“.

Natur erleben
Ein besonderes Naturschauspiel kann man bei den wöchentlichen geführten Sonnenaufgangswanderungen miterleben. Es ist schon ein besonderer Glücksmoment, am Gipfel zu stehen und zu beobachten, wie die Sonne immer weiter über den Horizont emporsteigt.  Aber nicht nur für Wanderer hat das rund 4.700 Einwohner zählende Tal etwas zu bieten: Für Naturliebhaber lockt neben der Weite der unberührten Almlandschaft besonders der malerische und verkehrsfreie Talschluss am Fuße des Keeskogels, dem höchsten Berge im Tal, der mit seinen 2.884 m zugleich den majestätischen Talabschluss bildet. Dort beginnt im Tal der Nationalpark Hohe Tauern, dem mit 1.834 km² bekanntlich größten  Nationalpark der Alpen. Kein Wunder also, dass sich Spaziergeher dort ebenso gerne aufhalten wie Radfahrer, Jogger und Besucher der Kneippanlage. Besonders Wagemutige versuchen an manch warmen Sommertagen sogar den Sprung ins kalte Nass. Ein besonderes Erlebnis ist im Talschluss eine Fahrt mit der Pferdekutsche. Gleich neben dem Parkplatz Stockham befinden sich das Talmuseum und der Erlebnisgasthof Talwirt mit Nationalpark-Infostelle. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die wöchentlich geführten Exkursionen mit den Nationalpark-Rangern (gratis!) sowie die Wildkräuter-Wanderung in Großarl.

Berg-Aktivwochen mit „Berg-Gesund“
Intensives Bergerlebnis mit allen 5 Sinnen, das steht im Mittelpunkt des 2014 neu ins Leben gerufenen Vereines „Berg-Gesund“. Herausfordernde Gipfeltouren stehen dabei genauso auf dem Programm wie Entschleunigung in freier Natur, Yoga auf der Alm, Gleitschirmfliegen und Klettern. Durchführungsgarantie: Die Tourenbegleitung erfolgt durch bestens ausgebildete zertifizierte Wanderführer und staatlich geprüfte Bergführer. Alle Aktivitäten werden ab 1 Person durchgeführt, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Teilnahme muss lediglich bis spätestens 1 Tag vor der jeweiligen Aktivität angemeldet werden. Für Gäste, die in Mitgliedbetrieben nächtigen, ist die Teilnahme gratis. Alle Termine auf www.berg-gesund.at.


Bergwege durch Neubeschilderung noch sicherer
Damit sich Wanderer und Mountainbiker auf ihren Wegen noch besser orientieren können und so sicher und mühelos an ihr Ziel kommen, wurden im Sommer 2006 alle Wege im Tal neu beschildert. Neben Wanderziel und Schwierigkeitsgrad gibt es auf den neuen Tafeln auch Infos über Gehzeit und GPS-Daten. An besonderen Stellen wurden übersichtliche Schautafeln errichtet. Unten im Tal wurden 4 Lauf- und Nordic-Walking-Strecken mit einer Länge von je 6 – 10 km beschildert.
Übrigens: Auf der Website des Tourismusverbandes finden Sie über 100 Tourentipps zu den beliebtesten Wanderrouten im Tal der Almen, gegliedert nach Länge und Schwierigkeitsgrad.

Familien-Trekkingtour „Alpenfloh“
Ein besonderer Hit ist das Familientrekking Alpenfloh. Dies ist eine Wochenpauschale bestehend aus 5 Übernachtungen im Tal in der gewünschten Kategorie und einer 3 Tages-Wanderung mit familiengerechten Etappen mit 2 Übernachtungen auf der Alm. Und das Schöne daran: Der Zeitpunkt für die Tour kann je nach Lust, Laune und Wetter selbst gewählt werden, das Quartier im Tal muss während dieser Tage nicht geräumt werden.

Klettern
Ein Mythos wurde gebrochen: Galt die „Hüttschlager Wand“ bis dato auch für geübte Kletterer als schier unpassierbar, so führt nun seit dem Sommer 2009 der gesicherter Klettersteig „Kupfergeist“ durch die imposante Wand. 150 m senkrechter Fels, Schwierigkeitsgrad C – E. Das sind die beeindruckenden Eckdaten des neuen Klettersteiges in Hüttschlag. Für Anfänger gibt es parallel einen etwas kürzeren und einfacheren Übungsklettersteig mit Namen „Gletschergoaß“ (Schwierigkeitsgrad A – C, Länge: 150 m, Höhe: 50 m). 2012 neu dazugekommen ist der Klettersteig „Franzl“ (benannt nach seinem Erbauer Richard Franzl) mit einer Länge von 400 Metern und einer Höhe von 210 Metern, Schwierigkeitsgrad: C – D. Weitere Klettermöglichkeiten im Großarltal bietet der Klettersteig „Bella Cascinaia“ am Saukarkopf (2.048 m) und gleich ca. 10 unterschiedlich schwierige Kletterrouten am Schuhflicker (2.214 m) und dessen Vorgipfeln.

Spirituelles Wandern: Kapellen-Wanderweg im Großarltal
Wanderer am Kapellenweg im Großarltal finden mehr, als nur sportliche Ertüchtigung. Dieser Weg bietet nebenbei auch Erholung für Geist und Seele. Bei jeder der 11 Kapellen entlang des Weges wird eines der 10 Gebote thematisiert und in einen guten Wunsch abgeleitet, der uns auf unserem (Lebens-)Weg begleiten soll. So kann der am 11. Juli 2009 eröffnete Weg auch getrost als „Weg der 10 guten Wünsche“ bezeichnet werden. Ausgangspunkt für den 17 km langen Wanderweg ist die Pfarrkirche in Großarl. Der Weg führt großteils abseits der Straße auf Steigen und Spazierwegen Richtung Hüttschlag und weiter bis in den Talschluss. Den Abschluss bildet die Pertillkapelle. Sie wurde als Dank für eine glückliche Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg erbaut und soll als 11. Kapelle auch die Wanderer zum "Danke" sagen anregen.

Salzburger Almenweg feiert 10-jähriges Bestandsjubiläum
Seit dem Sommer 2006 gibt es im Salzburger Land den Erlebnis-Weitwanderweg, „Salzburger Almenweg“. Dies ist ein Rundwanderweg mit einer Länge von ca. 350 km, der vorwiegend in mittleren Höhen zwischen 1.500 und 2.000 Metern verläuft und 25 Gemeinden des Pongaues miteinander verbinden. 4 der gesamt 31 Etappen führen durch das Großarltal. Von Bad Gastein kommend zieht sich der Weg vom Westgrat des Tales hinunter nach Hüttschlag und geht von dort auf der Ostseite wieder hinauf auf den Grat. Nach einem kurzen „Abstecher“ zum Tappenkarsee – einem rund 2 km langen Bergsee auf einer Höhe von knapp 1.800 m in Kleinarl – führt der Weg wieder zurück nach Hüttschlag und verläuft schließlich die gesamte Ostseite von Hüttschlag und Großarl an den vielen Almen entlang talauswärts bis zum Sonntagskogel in St. Johann/Pg.

Neues Freizeitzentrum im Großarltal
Vor einigen Jahren wurde in Großarl auf einer Fläche von 36.000 m² ein neues Freizeitzentrum eröffnet. Dieses bietet ein Erlebnisschwimmbad mit 4 verschiedenen Becken, weiters einen Beach-Volleyball-Platz, Minigolf, Tennisplätze, Streetsoccer-Plätze, etc. und einen großen, vielfältigen Abenteuerspielplatz: „Rucki-Zucki´s Gaudi-Alm“ erwartet mit einer Fläche von rund 4.000 m² große und kleine Gäste bei freiem Eintritt mit Kristallbergwerk, Bergsee mit Floßanlage, Almbach mit kleinen Stauwerken, Minibauernhof „Heidi-Alm“, Goaß-Stall mit Streicheltieren, Gokartbahn, etc.

Mountainbiken und Radfahren
Das Tal der Almen ist auch ein beliebter Ausgangspunkt für zahlreiche unvergessliche Touren mit dem Mountainbike auf vorwiegend Forst- und Almwegen zu den zahlreichen Hütten des Tales. 16 ausgeschilderte Mountainbiketouren mit einer Gesamtlänge von rund 140 km und einem Höhenunterschied pro Tour von 300 – 900 m (gesamt ca. 13.000 Höhenmeter) stehen zur Auswahl.

Ein El Dorado für Fliegenfischer
Und noch ein Tipp für Sportangler und Fliegenfischer: Der Talschluss des Großarltales zählt zu den schönsten Fischgewässern im gesamten Bundesland und bietet mit dem „Alpenlachs“ eine Rarität der ganz besonderen Art, die im Salzburger Land nur hier im Tal anzutreffen ist.
Etwa 7 km talauswärts liegt der einstige Bergbauort Hüttschlag mit rund 520 Gästebetten und 920 Einwohnern. Alte Bergwerksbauten und der „Kupfergeist-Lehrweg“ zeugen von der langen Bergbautradition in diesem Ort. Aufmerksame Betrachter finden diese auch im Gemeindewappen auf der Straße vor dem Gemeindeamt und am Dorfbrunnen wieder. Weitere 8 km talauswärts – etwa in der Mitte des rund 30 km langen Großarltales – liegt der Hauptort Großarl. Erreichbar ist dieser über die gut ausgebaute Landesstraße von St. Johann/Pg., die hoch über der weltberühmten Liechtensteinklamm und vorbei an der „Alten Wacht“ (älteste erhalten gebliebene Straßenmautstelle im Salzburger Land) in das Tal führt. Durch seine Skischaukel mit Gastein und eine besonders gut ausgebaute Hotellerie und Gastronomie zählt Großarl heute nach einem beispielhaften Aufstieg mit zu den führenden Fremdenverkehrsgemeinden im Salzburger Land. Das Sport- und Freizeitangebot ist mannigfaltig: Freischwimmbad, Minigolf, Kinderspielplätze, Tennis, Skating, Rad- und Mountainbikewege, Sommerbetrieb der Großarler Bergbahnen u.v.a.m. sorgen dafür, dass Langeweile den ganzen Sommer über gewiss fern bleibt.

„Musikanten-Almsommer“
Einen besonderen Namen hat sich das Großarltal neben dem Prädikat „Tal der Almen“ auch für seine zahlreichen Veranstaltungen erworben. Im Rahmen des Musikanten-Almsommers finden zahlreiche Veranstaltungen in den beiden Gemeinden Großarl und Hüttschlag statt. Das Angebot reicht dabei von der „Musi-Wanderung“ mit Sängern und Musikanten aus dem Tal über verschiedene Almfeste bis hin zu den beliebten Bergmessen auf den verschiedenen Gipfeln oder etwa das Abbrennen der Höhenfeuer zur Sommersonnenwende. Den Auftakt bilden die „Almrosenwochen“ von 11. Juni – 9. Juli 2016. Ab 27. August steht das Tal bis Ende Oktober dann ganz unter dem Motto „Bauernherbst im Tal der Almen“ und lockt dabei mit Almabtrieb, Rupertifest, Sennin Kirchtag, u.v.a.m. Veranstaltungsvorschau.

Pauschalen zum Almsommer 2016
Im Sommer 2016 lockt das Großarltal mit attraktiven Pauschalen zu Themen wie „Familientrekking Alpenfloh“, „Almrosenwochen“ oder „Bauernherbst im Tal der Almen“. 7 Nächtigungen mit Halbpension im 4-Sterne-Hotel inkl. 1 Almjause, 2 geführte Wanderungen, 1 Bergfahrt mit der Gondelbahn, Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen und ein Überraschungsgeschenk gibt es bereits ab € 415,00, inklusive Frühstück in Pensionen sogar bereits ab € 188,00.

Eines ist sicher: Egal, ob Sie einfach zum Wandern auf die zahlreichen Almen ins Großarltal kommen, sich die Zeit beim Sport vertreiben oder einfach in intakter Natur relaxen und sich verwöhnen lassen wollen: Im Großarltal kommen Sie immer voll und ganz auf Ihre Rechnung.