Großarl
"Europadorf" im Land Salzburg

Der Ort Großarl (920 m) ist der Hauptort ca. in der Mitte des Tales und zugleich Ausgangspunkt für viele schöne
Almwanderungen zu den bewirtschafteten Hütten des Tales, die diesem auch den Beinamen "Tal der Almen" eingebracht haben.
Im Winter ist der Ort für seine Skischaukel ins benachbarte Gasteinertal, einem der modernsten und am besten ausgebauten Skigebiete der Region Ski amadé bekannt.
Geselliges Après Ski, gemütliche Cafés, zahlreiche Hotels und Sportgeschäfte prägen das lebendige Treiben.
| Zahlen & Fakten Großarl | |
| Höhenlage Tal | 920 m |
| Höchste Erhebung | Frauenkogel (2.422 m) |
| Einwohner | 3700 |
| Gästebetten | 4600 |
| Fläche | 129,25 km² |
Großarl dehnt sich zwischen der "Stegenwacht" und der Gemeinde Hüttschlag aus. Der Ort umfasst eine Fläche von 129,25 km² und wird wie folgt untergliedert:
| Mitterling | Entstanden aus "mittlere Länge", worunter die lang gestreckte Großarler Talwanne zu verstehen ist (Katastralgemeinden Eben und Bach) |
| Niederland | Umfasst die Katastralgemeinden Au und Schied |
| Ellmau | Das größte und besiedeltste Nebental der Großarler Ache |
| Markt / Unterberg | Der alte Kern des Dorfes im Mündungstrichter des Ellmaubaches (Markt) bzw. die gegenüberliegende Talseite (Unterberg) |

Geschichte von Großarl
| Um 930 v. Chr. | Einer Legende nach zu schließen, haben sich die ersten Talsiedler auf einem Schuttkegel ansässig gemacht. |
| 1000 | Die Salzburger Kirche übernahm das riesige Wald- und Weidegebiet in ihre Grundobrigkeit. |
| 12. Jhdt. | Zu Beginn dieses Jahrhunderts gründete man "Großschwaigen" (Bauerngehöfte) |
| 1348 / 49 | Die wütende Pest entvölkerte viele Höfe, die anschließend verödeten. Die gesamte wirtschaftliche Entwicklung litt unter dieser Katastrophe. |
| 1399 | Der Erzbischof Gregor verlieh "seinen Untertanen und Leuten in der großen Arl" einen Marktbrief mit jährlich fünf Freimärkten für "Vich, Schmaltz, Kas, Getreid und andere Kaufmannschaft". |
| 15. - 17. Jhdt. | Aus dem Kirchweiler ist ein ansehnliches Kirch- und Marktdorf geworden, das zum Gerichtsbereich Werfen gehörte. Die Blütezeit des Bergbaues brachte einen großen Aufschwung und es entstanden mächtige Häuser auf dem Dorfplatz, die Gewerbetreibenden und Handwerkern gehörten (Schuster, Schneider, Weber, Eisen- und Holzschmied,...). Die älteste "Kramerej" und eine "Tafern" (Gasthaus) entstanden vermutlich um 1320. |
| 1672 | Großarl erhält ein selbständiges Landgericht. |
| 1731 / 32 | kam es aufgrund der Protestantenvertreibung (alle Evangelischen wurden auf Anordnung des Fürst-Erzbischofes des Landes verwiesen) zum Auszug von 551 Personen, die unter Zurücklassung all ihrer Habe nach Ostpreußen emigrierten. |
| 1802 | Die Säkularisation (Verweltlichung - Entziehung kirchlichen Besitzes durch weltliche Hoheitsträger) und die Grundentlastung brachten zudem noch große Not für die reduzierte Bevölkerung des Tales. |
| ab 1960 | Durch die Verkehrserschließung, Motorisierung und Technisierung setzte eine zunehmende Abwanderung aus der Landwirtschaft ein. Der Fremdenverkehr, in Großarl durch Privatinitiative aufgebaut, brachte einen wirtschaftlichen Aufschwung, jedoch auch große Anforderungen an die Gemeindeverwaltung mit sich (Schule, Altersheim, Straßen, Flächenwidmungsplan, Kanalisation, Sportanlagen,...) |
| 1962 | Großarl wird am 17. Juni zum Markt erhoben |
| 1967 | Gründung der Großarler Bergbahnen und Bau der ersten Liftanlage. |
| ab 1971 | Sprunghafter Anstieg der Fremdenverkehrswirtschaft. Zusammenschluss des Skigebietes mit dem Gasteinertal und Gründung der Skischaukel Großarltal-Dorfgastein. Damit beginnt auch der Aufschwung für die übrige Wirtschaft. Verbunden mit dieser Entwicklung profitiert die gesamte Gemeinde Großarl. Viele Vorhaben zur Verbesserung der Infrastruktur und Schaffung notwendiger Einrichtungen für die Bevölkerung konnten verwirklicht werden. |
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