Das ist nur eines von mehreren möglichen Motiven die dafür verantwortlich sind, dass gestern gleich 80 Mehr- oder Weniger-Hobbysportler der Einladung des „FC Mitterling” zum 1. Großarler Sommerlauf gefolgt sind. „FC” steht für Fußballklub, vielleicht auch Freizeitklub - so genau weiß ich das auch nicht - und „Mitterling” für die 2 südlichsten Großarler Ortsteile Bach und Eben.
Es war ein Berglauf - inklusive Nordic-Walking-Strecke - mit einem Höhenunterschied von ungefähr 200 Metern sowie einer Länge von 5,6 Kilometern über den Hedeggrundweg (Hedegghof, Aigengut) und die anschließende urromantische Gretchen-Ruhe-Strecke - vielleicht nicht voll genießbar zu diesem Zeitpunkt. Natürlich ist so ein Berglauf auch in gewissen Maßen eine Quälerei - da gehen auf der Strecke situationsbedingt allerhand Gedanken durch den Kopf. Etwa mit „Sport ist Mord, nur Sprit hält fit”, schon den dem Bewerb anschließenden Dämmerschoppen etwas im Hinterkopf. Das gibt neue Motivation, daher kamen schlussendlich fast alle ins Ziel. Von den Mini-Kindern (mit natürlich verkürzter Strecke) bis zu den Senioren - also eine Altersspanne von 3 bis 70 Jahren.
Jedenfalls haben wir im Großarltal enormes sportliches Potential und auf eine Laufveranstaltung haben viele schon lange gewartet. Herzliche Gratulation dem „FC Mitterling” für die perfekte Organisation und zum heurigen 30jährigen Bestehen - kein Wunder bei so viel starker Gemeinschaft und Ideenreichtum.
Da wird jetzt nicht geschimpft, nein. Gemeint ist ganz im positivsten Sinne eines der besten Produkte das auf den Almen im Großarltal erzeugt wird - der Sauerkäse.
Nun ist wieder die Zeit wo bereits die meisten Almen bewirtschaftet sind und die Milch der Kühe an Ort und Stelle verarbeitet wird. Diese Almmilch hat durch das stark kräuterdurchsetzte Gras bessere Inhaltsstoffe und spitzenmäßige Qualität. Neben einem höheren Fett- und Eiweißgehalt wird auch ein Mehr an Vitamin A und D, verschiedenen Mikronährstoffen und ungesättigten Fettsäuren festgestellt. Die wertvolle Almmilch wird mehrfach veredelt. Der daraus erzeugte Butter etwa ist besonders gelb. Oder der Schotten, ein aus der Buttermilch hergestelltes topfenähnliches Produkt, sehr gesund. Und natürlich werden aus dieser Milch eine Vielzahl von Käsesorten erzeugt.
Der regional urtypischste davon ist der Sauerkäse, ein Produkt aus der Magermilch. „Kas’t” - so der Begriff der Einheimischen für die Tätigkeit des Käse machens - wird auf den Almen meist täglich. Dann braucht es noch ein paar Wochen Zeit zur Reifung - erst dann ist der Käse fertig. Wie die Sauerkäseerzeugung genau geht sehen Sie im anschließenden Video. Hiata Willi Gruber von der Karseggalm hat dabei einen prominenten Helfer - Michael Harles, Moderator der bekannten bayrischen Fernsehsendung „Melodien der Berge”.
PS: Wenn Sie selbst einmal beim Kasen zusehen wollen, schauen Sie ins Wochenprogramm (hier klicken) des Tourismusverbandes Großarltal.
das sind im Skiwinter immerhin 1 500 (Seilbahnmitarbeiter), haben nach einem intensiven Winter auch das Bedürfnis nach Ruhe, nach Erholung, nach Naturerlebnis und nach sportlichem Ausgleich. Trotz allem soll natürlich auch der Funfaktor nicht zu kurz kommen.
Willkommen im Großarltal, mit diesen Sehnsüchten sind sie bei uns genau richtig! Daher war gestern auch der Managing Director (in der Ur-Zeit nannte man so eine Funktion einmal “Geschäftsführer”) von Ski amadé Dr. Christoph Eisinger und der Erlösverrechner von Ski amadé Andi Schwab - er überkegelt jede Wintersaison mit modernster Serverinfrastruktur 100.000.000 (100 Mio.!) Kassen- sowie Leserdatensätze und sorgt für leistungsgerechte Zahlungsausgleichsberechnung innerhalb der 22 Seilbahngesellschaften von Ski amadé - zu Gast.
Zur optimalen Bedürfnisbefriedigung gemäß der Einleitung zu diesem Blogbeitrag, gings natürlich mit dem Mountainbike bergauf, Richtung Unterwandalm und Karseggalm in Großarl. Erich Pichler, tourismusengagierter und hochsportlicher Platzkrämer am Markt und meine Wenigkeit hatten die Ehre die zwei Skiamadé’ler zu begleiten. Die Strecke zur Unterwand- und Karseggalm ist ja traumhaft, dennoch zumindest in Teilen anstrengend.
Die technischen Daten dazu:
Höhenunterschied: 760 m
Länge: 12 km
Fahrzeit vom Ort Großarl weg: 1 Stunden 25 Minuten
Kalorienverbrauch: 1 079
Maximalpuls: 221 (war wohl was mit dem Gerät)
Die beiden Almen haben für die Anreisestrapaze ordentlich entschädigt. Und wie’s in Männerrunden so üblich ist haben wir uns natürlich auch entsprechend gesittet aufgeführt.
Man(n) ist im Wintertourismus beschäftigt und hat damit spärlich Zeit für sportliche Betätigung. Und wenn man(n) sportlt, dann kommt trotzdem unter Umständen ein konditionelles und gesundheitliches Nullsummenspiel heraus, weil das dem Sport folgende Begleitprogramm dem vorherigen Erfolg abträglich ist.
Deshalb ist auch die jetzige Zeit besonders wertvoll - der Winter ist vorüber, die meisten in der Wintersaison verdrängten Verpflichtungen sind nun doch erledigt und man(n) findet wieder Zeit an die eigene körperliche Fitness zu denken. Ein bisschen ist dieser Gedanke auch erzwungen, weil die Leibesmitte anscheinend doch etwas fülliger geworden ist und die Hosen einfach nicht mehr so recht passen wollen.
Gerade heute war auch ein besonderer Tag - die Zahl der bewirtschafteten Almen ging schlagartig nach oben. Also hinauf auf’s Rad (Mountainbike) und die Maurachalm anvisiert, diese Alm ist, wie viele andere natürlich auch, immer ein lohnenswertes Ziel. Die Aussicht, das blumenreiche Umfeld, die Freundlichkeit von Sennin Burgl und Hiata Wast sowie die Almprodukte entschädigen für die Schinderei. Nachdem ich Bernhard, den postseitigen Koordinator des Großarler Skibusverkehrs, auf der Strecke getroffen habe und zur Umkehr überreden konnte (er ist sportlich gesehen ein Viech) war auch für Gesprächsmöglichkeit bei der Bergfahrt gesorgt. Eigentlich war’s eher eine Arbeitsteilung, er hat geredet und ich war mit der Atmung beschäftigt.
Ganz so schlimm war’s dann doch nicht. Wir sind beide glücklich und gesund angekommen. Es hat sich ausgezahlt. Schwingen Sie sich auf’s Rad, die Großarltaler Mountainbikesaison ist spätestens jetzt eröffnet!
Unser Skigebiet ist derzeit einsam und menschenleer. Vielleicht auch deshalb, weil der Kreuzkogelbereich derzeit weder mit dem Auto noch mit der Seilbahn erreichbar ist.
Aber es ist eben nur menschenleer. Die Tierwelt hat die Skiabfahrtsbereiche für sich zurückgewonnen. Beispielsweise ist gestern morgen ein Fuchs die Finstergrubenabfahrt hinaufgeschnürt. Und die Pisten unterm Kreuzkogel sind jetzt Balzplätze für den Schildhahn (auch: Birkhahn, kleiner Hahn). Der Schildhahn ist eines der edelsten Wildtierarten in unserem Tal. Die „Balz” ist das jetzt ungefähr einen Monat andauernde Fortpflanzungsritual des Schildhahnes, wir nennen es in unserer Mundart „Pfalz”. Die Hahnpfalz ist mit den eigenen Balzlauten und den tanzähnlichen Bodenvorführungen ein besonderes Erlebnis, aber nur für Frühaufsteher (4.00 Uhr Balzplatz) und nicht allzu verwärmte Naturliebhaber (2 Stunden im Schnee liegend sollte man aushalten). Sparen Sie sich das frühmorgendliche Martyrium, ich habe ohnehin ein Video von der Hahnpfalz im Großarltal für Sie vorbereitet:
Die Skiregion Großarltal ist voller Leben. Und das nicht nur im Winter, wo die Wintersportler die Pisten frequentieren. Im Sommer sieht das Leben hier allerdings etwas anders aus, Wildtiere wie Hirsch, Reh, Gams, Schildhahn, Fuchs und Hase, Dachs usw. bevölkern die Pisten, die angrenzenden Wälder und Almwiesen. Am Rande unserer „Jagateeabfahrt” (Piste Nr. 1) hatten wir jetzt einen Anblick der besonderen Art: einen Auerhahn, der größte Hühnervogel Europas, ziemlich das edelste Geschöpf unter den Wildtieren in unserer Bergregion und sehr, sehr selten.
Wenn einem an Naturerlebnis etwas liegt, gehört die Hirschbrunftzeit zu den beeindruckendsten Zeitabschnitten im Jahresverlauf. Was liegt also näher als nach dem Arbeitstag noch die Hirschbrunftplätze aufzusuchen. Willige Begleiter sind schnell gefunden, Ziel ist das Hubalmtal in Hüttschlag. Im Tal röhren die Hirsche aus allen Richtungen. Beim Rotwild ist jetzt Paarungszeit. Das männliche Tier („Hirsch”) macht mit dem Brunftruf das weibliche Tier („Tier” - sehr einfallsreich ) auf sich aufmerksam und hält Herausforderer auf Distanz. Kann der Brunftruf des Platzhirsches bei seinen männlichen Artgenossen nicht für genügend Respekt sorgen, wird’s auch „handgreiflich”. Rangkämpfe, Geweih an Geweih, schaffen wieder Ordnung oder auch Veränderung. Die Hirschbrunft hat jetzt begonnen und dauert noch bis in die ersten Oktobertage. Das Erlebnis ist fantastisch. Im Hubalmtal liegen drei bewirtschaftete Almen - Hubalm, Hühnerkaralm und Vorderkaseralm. Damit lässt sich hier Naturliebe mit Almliebe erstklassig verbinden und dieser Abend wird in der Stube der Hubalm würdig abgeschlossen.