Wie geht’s Ihnen - eh gut nach der gestrigen Silvesternacht? Mir Gott sei Dank auch, die eine Sekunde die das Jahr 2008 ausnahmsweise länger gedauert hat (mit einer Schaltsekunde wird ausgeglichen, dass sich die Erde immer langsamer dreht - das gab’s zuletzt 2006) ist mir dabei sehr zugute gekommen, endlich mal trotz Silvesterfeier richtig ausgeschlafen. Is ja gar nit selbstverständlich sich am Neujahrstag fit zu fühlen. Aber ich hatte auch noch den Vorteil schon rechtzeitig per SMS einen lieben Neujahrsspruch zu bekommen und mich natürlich daran gehalten:  „The old year is today vorbei, but the next comes eh morgen glei. I wish a super rutsch to you, and hope you don´t schütt you recht zu!”

Denen’s nicht gelungen ist, die zusätzliche Sekunde so zu nützen wie mir oder wo der wohlmeinende Spruch zu spät gekommen ist jedenfalls gute Besserung und mögen die guten Neujahrsvorsätze den Kater endlich einmal überdauern. 

Bevor ich’s aber endgültig vergesse noch was weiteres fast genauso Wichtiges: 

Wir (Großarler Bergbahnen) haben in diesen Tagen ein vollelektronisches Bonuspunktesystem sozusagen auf die Welt gebracht. Und es funktioniert sogar! Alle die viel mit Technik arbeiten wissen, dass dies bei Inbetriebnahme von hochtechnischen Projekten gar nicht so selbstverständlich ist.

Was kann das Ding nun? Das Bonuspunktesystem für die Skiregion Großarltal trägt den Namen „Hochbrändchen”. Abgeleitet von Hochbrand, einem geografischen Begriff in unserem Skigebiet und der gleichnamigen 8er Kabinenbahn Hochbrand. Und so funktionierts. Bei jeder Fahrt mit einem Skipass zum regulären Preis an der 8er Kabinenbahn Hochbrand sammelt der Kunde Bonuspunkte, also “Hochbrändchen”.  Bei ausreichend vielen Punkten können diese gegen attraktive Preise für neue Urlaubserlebnisse eingetauscht werden. Das Schöne am Hochbrändchensammeln: So ein Hochbrändchen kommt selten allein - für Volltarifskipässe werden 4 Punkte vergeben (Saisonkarten 2 Punkte), die Hochbrändchen verfallen nicht und durch drei perfekte Talabfahrten ist die Sammelleidenschaft auch gleichzeitig ein sportliches Vergnügen.

Für den Kickfaktor wird eine Minute an jedem Tag zur Double-Time. Wenn der Hochbrändchensammler genau in dieser Minute an der Hochbrandbahn zutritt, verdoppelt sich sein Gesamtpunktestand.

Das Bonuspunktesystem ist jetzt online. Infos und Registrierung zum Punktesammeln auf www.grossarltal.info. Viel Spaß!

30.Dezember 2008

Besondere Ehrenplätze

Gleich 2 Mitbürger aus dem Großarltal haben es in die heute veröffentlichte Top-100-Liste der SalzburgerInnen des Jahres 2008 einer großen Salzburger Zeitung geschafft. Veronika Kreer, Krankenschwester aus Hüttschlag und unser Pfarrer von Großarl und Hüttschlag, Herr Mag. Thomas Schwarzenberger.

Die Top-100-Liste setzt sich aus Personen zusammen, die in diesem Jahr im sozialen Bereich, im Sport, in der Kultur, in der Wirtschaft und nicht zuletzt als „stille Helden” im sozialen Umfeld der Gesellschaft großartiges geleistet haben. Nachstehend die Jurywertung für Veronika Kreer und Mag. Thomas Schwarzenberger:

Veronika Kreer: Die OP-Schwester Veronika Kreer leistet seit vielen Jahren engagierten Einsatz für „Ärzte ohne Grenzen”. Kreer war heuer ein halbes Jahr lang im Kurdengebiet im Nordirak als Projektleiterin für die Zusammenarbeit zwischen Spital und ausländischen HelferInnen verantwortlich.

Mag. Thomas Schwarzenberger: Vor sieben Jahren wurde der ehemalige Jugendseelsorger auf eigenen Wunsch Pfarrer von Großarl und Hüttschlag. Der aktive, moderne Seelsorger kämpft in „seinem” Tal, wo religiöse und volkstümliche Traditionen noch sehr stark verhaftet sind, nicht gegen Kirchenaustritte, sondern er fördert sehr einfühlsam die Toleranz und Weltoffenheit in seiner Gemeinde. Neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit ist er außerdem noch aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und ein wichtiger Wegbereiter für den Zusammenhalt im Tal.

Herzliche Gratulation!

Link zur Top-100-Liste des Salzburger Fenster

 

1. Jänner 2009 - Nachtrag:

Die Großarlerin Regina Ganitzer wurde heute von der Redaktion der Salzburg-Krone (Salzburgs größte Tageszeitung) zur Salzburgerin des Jahres 2008 gewählt. Sie hat über 2 ½ Jahre hindurch ihren schwerkranken Mann rund um die Uhr betreut und in voller menschlicher Aufopferung bis zuletzt begleitet. Ein Vorbild für alle - Herzliche Gratulation!

Es tut gut in einem Tal zu leben wo so viel Menschlichkeit zu Hause ist.

Besondere Tage erfordern besondere Maßnahmen. So ein besonderer Tag ist der Heilige Abend. Jedes Jahr wird an diesem Tag der Seilbahn- und Liftbetrieb in der Skiregion Großarltal bereits um 14.00 Uhr eingestellt (letzte Talfahrt mit den Kabinenbahnen 14.30 Uhr). Damit nehmen die Großarler Bergbahnen besonders auf ihre Mitarbeiter und deren Familien Rücksicht. Nach dem Betriebsende sind dann auch noch die Pisten zu präparieren - für die Männer im Pistengeräteteam wird es damit trotzdem spät, zumindest kommen sie aber auch am Abend und nicht erst in der Nacht nach Hause.

Vereinzelt müssen wir für die Verkürzung des Skitages auch Kritik einstecken. Nicht weil wir Kritik nicht ernst nehmen oder einfach weil wir das immer schon so gemacht haben behalten wir die Sonderregelung trotzdem auch heuer bei. Nein, wir verfolgen einen tieferen Sinn. Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit die der Kunde in unserem Skigebiet erfährt ist Ausdruck der Mentalität der Bevölkerung unseres Tales und der Wertschätzung die dem Tourismus entgegengebracht wird.  Zu dieser Mentalität gehört aber auch noch etwas anderes, das ist eine einigermaßen intakte Wertorientierung. In dieser Wertorientierung, in der auch religiöse Gefühle und altüberliefertes Brauchtum eine große Rolle spielen, hat der Heilige Abend eine besondere Bedeutung. Und der wird damit entsprochen, dass der Skibetrieb um maximal 2 Stunden früher eingestellt wird als an allen anderen Tagen in der Skisaison. Die meisten unserer Gäste respektieren diesen speziellen Heiligen Abend Umstand und wir sind sehr froh darüber. Wir sind im Großarltal eben „besonders” in der vielfältigen Bedeutung dieses Wortes.

Ein schönes Weihnachtsfest wünschen Geschäftsführung und Mitarbeiter der Großarler Bergbahnen.

21.Dezember 2008

Schwerarbeit

für das Pistenpräparierungsteam brachten die Schneefälle der letzten Nacht. Heute hieß es daher vor 4.00 Uhr früh aufstehen, damit um 4.30 Uhr mit der Pistenpräparierung begonnen werden kann. Ein halber Meter Neuschnee ist auch für die leistungsstarken Maschinen und die erfahrenen Lenker eine Herausforderung. Die moderne Flotte mit mehreren Sologeräten und 4 Seilwindenmaschinen kommt aber der Problemlösung sehr entgegen. Am Berg werden durch Betriebsleiter und Pistenchef parallel dazu Lawinensicherungsmaßnahmen (Absprengen) vorgenommen, weil die Lawinensicherheit unserer Skiabfahrten garantiert ist.

So ein Arbeitstag dauert bei diesen Schneeverhältnissen lange, die Pistengeräte sind noch lange bis in die Nacht unterwegs.

Die Schwerarbeit zahlt sich aus, die Abfahrten präsentieren sich danach im bestem Zustand und die Pulverschneeliebhaber kommen jetzt besonders intensiv auf Ihre Rechnung (aufpassen: Lawinengefahren abseits der geöffneten Pisten beachten!).

Wie’s bei der Pistenpräparierung so zugeht zeigen wir Ihnen im folgenden Video:

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Marder sind Raubtiere die in unserem Skigebiet zahlreich vertreten sind. Wäre grundsätzlich ja nichts einzuwenden, allerdings stehen unsere Seilbahnanlagen auf deren Speiseplan. Genauer gesagt, die Kabel an unseren Seilbahnstützen. So kommt es regelmäßig vor, dass sie als hervorragende Kletterer die Stützen hinaufklettern und oben die Kabel abbeißen. Der Geschmack der Kabelisolierung hat es ihnen besonders angetan. Verbunden ist damit allerdings immer wieder ein Stillstand unserer Seilbahnanlagen und aufwändige Reparaturen auf den teils bis zu 25 m hohen Seilbahnstützen.

Die Großarler Bergbahnen gingen daher zusammen mit den Jägern im Skigebiet zum Gegenangriff über und haben an marderstrategisch günstiger Position eine Lebendfalle aufgestellt. Das Tierchen ist dem bald auf dem Leim gegangen und ließ sich, natürlich unversehrt, fangen.

Es bekommt jetzt ein neues ebenso wunderhübsches Revier, fern von allen Seilbahnstützen, ganz hinten im schönen Hüttschlag. Nur die Kost ist etwas umzustellen.

Der Marder im Lexikon (Link zu wikipedia.de)

Der Salzburger Bergadvent erfreut sich im zweiten Jahr seines Bestehens über regen Zuspruch. Natürlich war ich mit meiner Kamera wieder fleißig unterwegs, um die schönsten Stimmungen auf dem Adventmarkt einzufangen. Genießen Sie die Impressionen in unserer Bildergalerie. (Link anklicken, dann am besten rechts oben auf “Diashow” gehen und ggf. Zeitintervall anpassen). 

Adventsymbol des "Salzburger Bergadvent"
Foto-Shooting von Michael Leischer für die "Krone bunt" zum Thema Krampusse

Die “Krone” - Österreichs auflagenstärkste Tageszeitung recherchierte am 6. Dezember für ihre Sonntagsausgabe das Thema “Krampusse im Großarltal”. Besucht wurde Maskenschniter “Astei” (Rupert Kreuzer) in seinem Atelier, der anschließend mit seiner Pass (so nennt man eine Krampusgruppe) für ein Foto-Shooting Modell stand. Und das nach dem anstrengenden Krampuslauf am 5. Dezember und einer durchzechten Nacht. Nur gut, dass so mancher sein Gesicht hinter seiner Maske verbergen konnte …  Abends wurde dann noch die Nikolaus- und Krampusfeier in Hüttschlag besucht. Der Artikel erscheint voraussichtlich am 29. November 2009, pünktlich vor dem nächsten Nikolausabend/Krampuslauf.

Ich hatte dieses Wochenende die Ehre meine Zeit mit italienischen Journalisten zu verbringen. (Schon können wir sehen, warum wir einen Italienischkurs machten :-) ) Wir hatten die ganzen Tage über ein Programm, das den Italienern unser Tal und unseren Brauchtum näher brachte.
Am Freitag wurden wir beim Empfang im Hotel Bergzeit schon von Krampussen überrascht. Danach gingen wir zum Adventmarkt in Großarl, um den Krampuslauf zu sehen. Die meisten Journalisten haben zum ersten Mal in ihrem Leben solche Kreaturen gesehen. Der heilige Nikolaus und der “Waldmann” haben den Gästen aus Italien natürlich besser gefallen als die Krampusse.
Am Samstag fuhren wir nach Hüttschlag. Nach dem Museumbesuch im Talmuseum machten wir eine Kutschenfahrt in den malerischen Talschluss von Hüttschlag. Danach durften wir bei einer Wildfütterung zusehen. Später besuchten wir uns noch den “Steinmannbauer” und wir fuhren zum Adventmarkt in Hüttschlag, wo wir ein Hirtenspiel sahen. Nach einem sehr gutem Abendessen gingen wir zum Adventsingen in die Pfarrkirche.
Am Sonntag gingen wir Ski fahren. Trotz Schneefall hatten wir viel Spaß und wir fuhren den ganzen Tag.
Nach einem ausgezeichneten Gala-Dinner verabschiedete ich mich von den italienischen Gästen und wir hoffen, dass sie das Großarltal in Italien bekannt machen…

Eine schwierige Hürde bei Blogbeiträgen ist oft nicht der Text sondern die Überschrift. Noch dazu wo es ein besonderes Thema zu behandeln gilt - das 25jährige Firmenjubiläum von zwei sehr wertvollen Mitarbeitern der Großarler Bergbahnen etwa.

Also wie fange ich den Blogbeitrag an? „25-Jahr-Jubiläum” - nein, zu pinschig. Oder „25 Jahre und kein bisschen …..” (leise natürlich) - nein, trifft den Kern der Sache nicht und könnte bei mutwilliger Missinterpretation in die falsche Kehle geraten. Also einen anderen Ausweg wählen, Anleihe aus dem Filmgeschäft nehmen, kurz abwandeln, Bingo diese Überschrift sitzt. 

„Zwei Männer für alle Fälle” umschreibt die Eigenschaften der zwei zu ehrenden Mitarbeiter kurz und prägnant. Diese zwei Männer sind Albert Huttegger und Alois Hettegger, beide seit 1983 in wichtiger Position durchgehend im Großarler Seilbahnunternehmen tätig.

Albert Huttegger, Maschinist unserer wichtigsten Seilbahnanlagen (hintereinander, nicht gleichzeitig), davon jahrelang bei der 6er Sesselbahn Kreuzkogel, der wiederholt beförderungsstärksten Seilbahnanlage in gesamt Ski amade. Seit 2006 ist er Maschinist der neuen 8er Kabinenbahn Hochbrand. Gewissenhaftigkeit, hohes technisches Know-How das er vielen neuen Mitarbeitern weitervermittelt hat und Gelassenheit, auch in schwierigen Situationen, zeichnen ihn besonders aus.

Alois Hettegger, nach abwechselnder Dienstverrichtung bei verschiedenen Seilbahnanlagen seit 1999 “sesshaft” als Maschinist der 4er Sesselbahn Sonnenbahn Großarltal. Gewissenhaftigkeit ist ein Attribut das ihm zugeschrieben wird. Unter Umständen auch einmal in der Berggastronomie anzutreffen, haben ihn sehr viele unserer Kunden besonders liebgewonnen.

So wurde das 25jährige Firmenjubiläum gestern auch entsprechend gefeiert. Beide Mitarbeiter erhielten durch den Vorsteher der Fachgruppe der Seilbahnen, Ferdinand Eder, die Mitarbeitermedaille in Silber für besondere Verdienste um die Salzburger Wirtschaft verliehen.

Lois und Albert - Gratulation, alles Gute, bleib’s uns noch lange erhalten.

 

(Zur Vergrößerung der Bilder bitte ins Foto klicken)

Nachdem wir (Großarler Bergbahnen - der Autor dieses Beitrags ist dort Mitarbeiter) die „Generalprobe” am letzten Wochenende sehr erfolgreich überstanden haben, starten wir heute mit durchgehendem Seilbahnbetrieb und stark erweitertem Angebot in die neue Wintersaison 2008/09. Die Voraussetzungen könnten durch viel Schnee, tiefwinterlichen Temperaturen die begleitende intensive Schneeerzeugung ermöglichten, und Abfahrt bis ins Tal kaum besser sein.

Nun liegen fünf interessante aber auch arbeitsintensive Wintermonate vor uns.  Die Mitarbeit in einem Seilbahnbetrieb ist eine spannende Sache. Erhebliche technische Herausforderungen, intensiver Kundenkontakt aber auch hohe Verantwortung für die Sicherheit unserer Gäste machen die Arbeit sehr interessant.  Und Sie halten wir mit aktuellen Informationen über die Betriebszustände am Skiberg mittels mehrerer Webcams und der Ski-Info  auf www.grossarltal.info ständig auf dem Laufenden. 

Das nachfolgende Video gibt Ihnen Einblick über die Arbeit hinter den Kulissen des Großarler Seilbahnbetriebs.

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