Gestern fand in Pfarrwerfen der Landeswettbewerb “Musik in Bewegung” statt. Die Trachtenmusikkapelle Hüttschlag nahm an dieser Marschmusikbewertung teil. Dabei mussten wir verschiedene “Aufgaben” wie “Abfallen” (von 5er Reihen auf 3er Reihen reduzieren) oder die “große Wende” (auf einer geraden Strecke umdrehen, so dass man dann in die andere Richtung schaut) während des Spielens meistern.
Die Wertungsrichter achteten auf sämtliche kleine Details, von den Schuhen bis hin zu ordentlichen Reihen. Dank guter Proben und den Ehrgeiz der Musikanten erreichten wir die Note “Sehr gut” und eine Punktezahl von 89,7 Punkte von 100 möglichen.
Die Gewinner dieses Wettbewerbes sind die Bauernmusikkapelle St. Johann, die zusätzlich zum Pflichtteil auch noch eine Show mit dem Titel “Bauernhochzeit” inszenierte. Die Bauernmusikkapelle St. Johann darf das Land Salzburg beim Bundeswettbewerb im Juli vertreten, alles Gute dafür!

Nach umfangreichen Planungen soll am Standort des bisherigen Schwimmbades und Sportplatzes in Großarl ein neues Freizeitzentrum entstehen. Viele verschiedene Varianten wurden die letzten Jahre geprüft: Schwimmbad oder Badesee? Fußballblatz mit Natur- oder Kunstrasen? Brauchen wir noch weiterhin 2 Tennisplätze? Kann die Fläche mulitifunktional verwendet und gleichzeitig von einem holzverarbeitenden Gewerbebetrieb mitgenutzt werden? … Und nachdem gut Ding bekanntlich Weile braucht, liegt heute nach umfangreicher Planung ein Gesamtkonzept von Gemeinde und Tourismusverband vor, das von allen Fraktionen einstimmig beschlossen wurde.

Ansicht Freibad neu

Auf dem 36.000 m² großen Areal quasi mitten in Großarl entsteht ein multifunktionelles Sport- und Freizeitzentrum für Jung und Alt mit folgenden Attraktionen: 
Geheiztes Freibad mit 4 Becken (Spaßbecken mit Breitrutsche, Sportbecken, Sprungbecken, Kleinkinderbecken), 1 Fußballplatz mit Kunstrasen (ca. 105 x 76 m) samt der erforderlichen Club- und Nebenräume, 2 Beach-Volleyballplätze, 2 Tennisplätze, 2 unterschiedlich große Streetsoccer- bzw. Mehrzweckplätze (im Winter als Eislaufplätze nutzbar), Schulsportanlagen mit Laufbahn und Sprunggrube, ein Naherholungsbereich mit Spazierwegen, Bänken und Zierteich und nicht zuletzt ein Abenteuerspielplatz für die 1 - 12-Jährigen. Natürlich darf auch ein kleines Restaurant nicht fehlen.

Insgesamt werden rund 6 Millionen Euro in das Projekt investiert. Am vergangenen Donnerstag war es nun endlich so weit. Unter Federführung von Bürgermeister Sepp Gollegger wurde der Spatenstich für das neue Freizeitzentrum vorgenommen. Die Bauarbeiten werden ca. 1 Jahr in Anspruch nehmen, die Eröffnung der Anlage ist für Pfingsten 2010 angedacht. Aufgrund der Bauarbeiten gibt es in Großarl in diesem Jahr natürlich kein Freibad und keinen Fußballplatz. Im Hinblick auf die neue, tolle Anlage fällt es uns aber nicht schwer, einen Sommer lang darauf zu verzichten bzw. auf die Sportstätten in den Nachbargemeinden auszuweichen. Hier einige Bilder zum Spatenstich und zum Projekt.

Unsere Panoramabahn Großarltal erhält in diesen Tagen nach 19 Winter- und 18 Sommersaisonen ein neues Förderseil. Seile sind regelmäßigen Kontrollen unterworfen und infolge der Annäherung an die behördlich zulässige Maximalzahl an Drahtbrüchen ist ein neues Förderseil für beide Teilstrecken notwendig geworden. Das jetzt alte Seil hat schon sehr viel geleistet und einen Weg von ca. 820.000 Kilometern, das ist 20 x um die Erde, zurückgelegt. 

Am Montag wurde das neue Seil geliefert und mit dem Austausch an der Sektion I (Talstation bis Mittelstation) begonnen. Anschließend geht es mit der Sektion II weiter (Mittelstation bis Bergstation). 14 Tage Arbeitsaufwand ist insgesamt veranschlagt.

Und wie geht der Seiltausch nun vor sich? Als erster Schritt wird dem alten Seil die Spannung genommen und im Bereich der Talstation abgeschnitten. Es dient dann als Hilfsseil zum Aufziehen des neuen Förderseiles. Wenn das neue Seil aufgezogen ist, werden die zwei Enden „verspleisst”. Dazu werden die 6 Seillitzen der beiden Seilenden ca. 67 Meter geöffnet, die Seele (also das Seil-Innenleben - Erklärung siehe unten) auf dieser Länge entfernt und die Litzen sorgfältig ineinandergesteckt. Das hält dann und nennt sich Spleiss.

Überhaupt sind die technischen Daten unseres Seiles einigermaßen beeindruckend, ein paar Kostproben auszugsweise:

Gelieferte Seillänge: 5.930 m
Gewicht:  44 Tonnen
Einzeldrähte:  216
Seele:  das ist der Kern des Seils und ist ein verseilter Hanfstrick mit Kunststoffummantelung.  Die 216 Einzeldrähte umgeben diesen Kern.
Seildurchmesser: 45 mm
Bruchlast:  1632 Kilonewton (ca. 163 Tonnen). Die höchste auftretende Seilbelastung entsteht bei der Sektion II und liegt bei ca. 800 Kilonewton.

Im Tal blühen die Blumen und die Vögel zwitschern um 05:00 Uhr früh, wenn man mit den Skiern auf dem Rücken im Talschluß von Hüttschlag weggeht. Man muss die Ski ca. 500 hm tragen, dann hat man noch tiefen Winter, herrlichen Firn oder nach einer Schlechtwetterfront noch Pulverschnee. Bis zu den Almen die auf 1500 m Seehöhe liegen, ist der Schnee schon weg, die höher gelegenen Almen liegen noch im Schnee. Unser höchster Berg der Keeskogel mit seinen 2884m ist ein super Berg für Frühjahrsschitouren.

Unser Skigebiet ist derzeit einsam und menschenleer. Vielleicht auch deshalb, weil der Kreuzkogelbereich derzeit weder mit dem Auto noch mit der Seilbahn erreichbar ist. 

Aber es ist eben nur menschenleer. Die Tierwelt hat die Skiabfahrtsbereiche für sich zurückgewonnen. Beispielsweise ist gestern morgen ein Fuchs die Finstergrubenabfahrt hinaufgeschnürt. Und die Pisten unterm Kreuzkogel sind jetzt Balzplätze für den Schildhahn (auch: Birkhahn, kleiner Hahn). Der Schildhahn ist eines der edelsten Wildtierarten in unserem Tal. Die „Balz” ist das jetzt ungefähr einen Monat andauernde Fortpflanzungsritual des Schildhahnes, wir nennen es in unserer Mundart „Pfalz”. Die Hahnpfalz ist mit den eigenen Balzlauten und den tanzähnlichen Bodenvorführungen ein besonderes Erlebnis, aber nur für Frühaufsteher (4.00 Uhr Balzplatz) und nicht allzu verwärmte Naturliebhaber (2 Stunden im Schnee liegend sollte man aushalten). Sparen Sie sich das frühmorgendliche Martyrium, ich habe ohnehin ein Video von der Hahnpfalz im Großarltal für Sie vorbereitet:

Der Birkhahn auf wikipedia (hier klicken)

Letzte Woche haben wir (Mitglieder des Ausschusses des TVB Großarltal sowie der Gastwirtevereinigung Großarltal und des Sportfachhandels) einen gemeinsamen Skitag ins benachbarte Gasteinertal unternommen. Ziel war dabei das Skizentrum Angertal. Bei herrlichem Wetter konnten wir die Pisten auf der Schlossalm und am Stubnerkogel erkunden, wenngleich es uns auf letzterem aufgrund des starken Windes beinahe verblasen hätte. Die meisten von uns kannten die neue “Senderbahn” auf den “Stubner” (8er-Gondel, neu seit Winter 2008/09) und die dazugehörende schwarze Piste noch nicht. Ist echt gut gelungen und eine tolle Abfahrt. Auch das Skizentrum Angertal, das es mittlerweile seit 5 Jahren in dieser Art gibt, kannten noch nicht alle. Von der Funktionalität her eine perfekte Sache, die Architektur ist allerdings - wie eigentlich bei jedem Haus - Geschmacksache. Nach dem Skifahren folgte noch ein interessanter Erfahrungsaustausch mit Vertretern der Bergbahnen und der Skischulen. Ein herzliches Dankeschön für die freundliche Aufnahme!

Tourismusfunktionäre Großarltal vor dem Skizentrum Angertal

Wir, Großarler Bergbahnen, haben jetzt gerade den Schlüssel umgedreht und den Seilbahnbetrieb für die Wintersaison 2008/09 eingestellt. Der Winter war sehr erfolgreich, danke dass Sie gekommen sind.

Und was machen wir im Sommer? Wir pflücken Kräuter für den Ramazotti und tragen das Wasser auf die Berge zurück (ein Späßchen am Rande). Nein, wir pflegen das Skigebiet, das im Sommer auch ein beliebtes Wandergebiet ist und starten am 23. Mai bereits wieder mit unserem Sommerbetrieb. Und natürlich werden wir da und dort wieder einiges verbessern.

Damit Sie die Sehnsucht nach dem Großarltal nicht allzu plagt finden Sie im Anschluss an diesen Artikel eine Vorlage für einen Scherenschnitt. Die Großarler Berge quasi zum Selbermachen und zum an die Wand hängen. Wir hoffen, das verkürzt Ihnen die Wartezeit auf den nächsten Großarltal-Urlaub oder erinnert Sie an viele schöne Stunden die Sie bei uns verbracht haben.

Danke nochmals, schönen Sommer!

Für Download “Die Großarler Berge als Scherenschnitt” (pdf-File) hier klicken

Mit dieser Nachricht wende ich mich heute an die große Fanfamilie der Lady-Skiwoche im Großarltal: Aufgrund der zahlreichen Anregungen der diesjährigen Teilnehmerinnen ist es uns gelungen, den Termin für das kommende Jahr erfolgreich auf die Woche von 20. - 27. März 2010 vorzuverlegen. Dieser Termin wurde heute von allen Seilbahnpartnern einstimmig beschlossen und gilt im gesamten Großraum von Ski amadé. Wir arbeiten bereits fleißig am Rahmenprogramm für das nächste Jahr und sobald wir näheres wissen, werden wir in unserem Blog darüber berichten. Ski heil und auf ein Wiedersehen zur 11. Lady-Skiwoche von 20. - 27. März 2010!

Sonnenskilauf

Das “Ölberg- und Leiden-Christi-Singen” in Großarl ist wohl ein ganz besonderer Brauch und einzigartiger für ganz Österreeich. Er wird nur in unserer Gemeinde gelebt. Hier eine kurze Beschreibung dazu, wie sie auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe der “Pongauer Nachrichten” zu lesen ist:
In der Nacht von Gründonnerstag von acht Uhr abends bis Karfreitag um vier Uhr früh singen die Bauern in Großarl stündlich alte passionale Weisen, die darauffolgende Nacht (also von heute auf morgen) die Bürger. 30 Männer finden sich dazu jeweils im örtlichen Pfarrhof ein. Im großen Kreis erwarten sie dann vor der Kirche das Schlagen der Turmuhr. Kaum ist der letzte Schlag der achten Stunde verklungen, setzt der Vorsänger mit seinem Gesang ein: “Merkt auf ihr Herr´n und lasst euch sag´n. Hat acht Uhr g´schlagn.” Die Männer antworten nun mit der ersten von neun Strophen eines zweistimmigen Passionsliedes. Gesungen wird an mehreren Plätzen beginnend vor der Kirche bis hinunter auf den Marktplatz von Großarl und weiter bis zum Gemeindeamt. Bis vier Uhr früh vollführt sich stündlich dieses Ritual. Erleben kann man diesen eindrucksvollen Brauch wie bereits erwähnt noch heute Abend ab 20.00 Uhr.

 

Ölbergsingen 1

 

Leiden-Christi-Singen

Ein Kommentar von Gastautor Rupert Pirchner:

Gestern war der Osterhase und deren unterdrückter Helfer, der Gockel, in unserem Skigebiet unterwegs. Natürlich waren das falsche Hasen, der echte Osterhase kommt erst am Samstag oder Sonntag. Und so unförmig und träge ist der echte Osterhase natürlich auch nicht. Und im Fell der falschen Osterhasen war es auch ganz schön warm, so um die 50 ° hatte es nach deren Selbsteinschätzung. Das ist natürlich beim Echten auch nicht so.

Aber egal ob echt oder falsch, die Geschenke müssen passen. Die prall gefüllten Körbe voller Süßigkeiten überzeugten. Auch so mancher Erwachsene konnte dem süßen Inhalt der Körbe nicht widerstehen.

Hier die Bilder vom lustigen Treiben der falschen Osterhasen und -hühner.

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