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Schlenkerfahrt 2017

Letzten Samstag stand bei herrlichem Winterwetter die traditionelle Schlenkerfahrt durch das Großarltal auf dem Programm. Sie erinnert an den früheren Dienstbotenwechsel der Knechte und Mägde (bei uns „Dirnen“) der Bauernhöfe im Tal und findet immer am Samstag vor „Maria-Lichtmess“ (2. Februar) statt. Der „Lichtmesstag“ war stets jener Tag, wo den Dienstboten ihr Jahreslohn für das zurückliegende Jahr ausbezahlt wurde. Wechselten sie die Arbeitsstelle, so wurde am nächsten Tag, dem „Blasiustag“ (deshalb auch „Blasius-Schlenkerfahrt“) der Arbeitsplatz gewechselt. Der neue Dienstgeber kam meist mit einem Pferdegespann und hollte seinen neuen Knecht oder seine neue Dirn mit all deren Habseligkeiten, die zumeist in eine einzelne Truhe passten, zu sich auf den Hof. Es war damals also durchaus eine ernste Angelegenheit – oft voller Freude, oft aber auch von Wehmut und Ungewissheit begleitet.

Schlenkerfahrt 2017_36Heute im 22. Jahr dieser Veranstaltung ist es nur noch eine lustige Ausfahrt von Pferde- und Brauchtumsfreunden, die diese alte Tradition hochhalten, die auf eine Idee von Philipp Mair („Maschl Lipp“) aus Sankt Johann im Pongau und unser bekannter Sachbuchautor Walter Mooslechner („Neuwirt Walter“) zurückgeht. Walter Mooslechner ist gemeinsam mit Markus Hettegger („Tauernhof Mark“) heute noch im Organisationsteam. Auch der seinerzeitige Mitbegründer Maschl Lipp war heuer wieder mit einem Gespann dabei. Mit von der Partie waren unter anderem auch Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, unter anderem Brigitta Pallauf, Präsidentin des Salzburger Landtages, Claudia Schmidt Abgeordnete zum Europäischen Parlament und natürlich unsere beiden Bürgermeister.

Das Organisationsteam Markus Hettegger (links) und Walter Mooslechner

Das Organisationsteam Markus Hettegger (links) und Walter Mooslechner

Gestartet wurde um 9.30 Uhr im Talschluss von Hüttschlag. Zügig setzte sich der Zug aus 24 Gespannen mit gesamt 41 PS in Bewegung. 7 Einspänner und 17 Zweispänner waren diesmal am Start. Zum Einsatz kamen überwiegend Noriker und Haflinger Pferde. Lieblinge des Publikums sind aber immer die kleinen Pony-Gespanne. Bedenkt man die hohe Zahl an „Aufhucka“ – also der Mitfahrer – und die geringe Zahl an Pferdestärken, so waren wir ganz schön ökologisch und nachhaltig unterwegs. So kamen wir dann richtig entspannt und entschleinigt am Marktplatz in Großarl an, wo beim „Rosserer-Hoagascht“ noch gemütlich gefeiert wurde.  

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Eine Antwort auf Schlenkerfahrt 2017

  • Herzlichen Dank für den schönen Nachbericht. Wie immer bestens gemacht, sehr tolle Fotos
    Bitte im nächsten Jahr wieder

    Beste Grüße orig. Tauernhof Mark

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