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Von Kalb und Karriere

Mit jedem Artikel mehr nähern wir uns in diesem Forum einem runden, meiner Einschätzung nach durchaus beachtenswerten, Jubiläum. Mehr verraten darf ich aber nicht – strenge Order von unserem Tourismusdirektor! Für mich war es aber ein Anlass, die von mir verfassten Blog-Postings der letzten 8 Jahre wieder einmal durchzublättern. War ein ganz schöner Haufen, den einen oder anderen Beitrag hatte ich überhaupt schon vergessen. Der eine oder andere ist auch nicht so was Besonderes. Ein paar sind meiner subjektiven Einschätzung nach aber echt gut geworden – klingt nach Selbstlob, ist es auch.

Das Kalb auf der Karseggalm am Tag seiner Geburt

Das Kalb auf der Karseggalm am Tag seiner Geburt

Am 15. September 2012 verfasste ich einen Artikel namens „Tragende Rollen“, in der ich von einer meiner ungewöhnlichen Seiten berichten konnte. Nämlich hart arbeitend. Körperlich meinte ich natürlich, bevor man das zu meinen Ungunsten auslegt. Ich hatte, nachdem ich als einziger im guten Mannesalter zugegen war, die Chance ein neugeborenes und folglich noch nicht gehfähiges Kalb zur doch um einiges höher gelegenen Almhütte zu tragen. Pah, das war ein „Tschoch“ wie wir so sagen – ziemlich haarscharf an meiner körperlichen Grenze.

Jetzt 4 Jahre später stellt sich die Frage, was aus dem Kalb geworden ist. Die gute Nachricht: kein Kalbsbraten oder so. Ganz im Gegenteil – falls das Gegenteil von Kalbsbraten nicht Schweinsbraten ist – das Kalb ist jetzt eine Kuh und verbringt den Sommer nach wie vor dort wo es auf die Welt gekommen ist. Nämlich bei meinem Bruder Willi auf der Karseggalm. Möglicherweise in Anlehnung an ihre Hautfarbe hat sie den Namen „Schwoszbö“ (Schwarzbeere) erhalten. Wenn sie eine Kuh ist gibt sie auch Milch. Bis zu 9.000 Kilogramm im Jahr, das ist schon ganz ordentlich. 2 Kälber hat sie schon in die Welt gesetzt. Sie wiegt jetzt so um die 650 kg. Ich schätze einmal, dass sie mir zum Tragen jetzt doch knapp zu schwer sein würde. In ihrer Herde ist sie in der Hierarchie auch schon aufgestiegen, das erkennt man daran, dass sie eine Glocke trägt und damit zur „Gloggkuah“ wurde. „Gloggkuah“ ist bei den Kühen schon eine leitende Funktion. Bei den Menschen könnte man das ungefähr mit einem Direktor vergleichen. Da haben andere Respekt und einige rennen einem dann schon hinterher. Womit wir wieder bei durchaus menschlichen Verhaltensweisen angekommen wären.

Etwas hölzern steht sie hier da auf der Almweide der Karseggalm im Sommer 2016. Aber ansonsten ist sie eine stattliche Kuh geworden. Im Hintergrund die Kitzsteingabel (2.037 m).

Etwas hölzern steht sie hier da auf der Almweide der Karseggalm im Sommer 2016. Aber ansonsten ist sie eine stattliche Kuh geworden. Im Hintergrund die Kitzsteingabel (2.037 m).

In der Geschichte damals spielte neben dem neugeborenen Kalb auch die „Lisi“ ein Rolle – sie ist menschlicher Gestalt. Hier hatte aber nicht ich, sondern der Hans das große Los gezogen sie durch unsere alpine Gegend zu schleppen (ich war nur für die Kamera zuständig). Steht ihm auch zu, er ist es ja schließlich auch, der sonst ihre Vorzüge konsumieren darf. Die aktuellen technischen Daten von der Lisi spare ich hier in diesem Posting nun aus, aber sie hat sich auch ganz vorteilhaft entwickelt. Und geht mittlerweile wie die „Schwoszbö“ auch schon selber.

– Zum Artikel „Tragende Rollen“ vom 15. 09. 2012 geht es hier –> hier klicken

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