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Regionalität passt scho

 

Solche Szenen wie auf diesem Bild (Danke Schwager Hans für den netten Schnappschuss) erkennbar, meist allerdings in einer etwas weniger starken Ausprägung, ließen sich die letzten 14 Tagen und auch die kommende Woche noch im Großarltal öfter beobachten. Der Blick der abgebildeten Personen ist nicht etwa auf einen FKK-Strand gerichtet. Es sind auch keine Paparazzi die irgendwelchen Prominenten nachstellen. Sondern, wenn man bei dieser Begrifflichkeit bleibt, wären es Hirschrazzi, die mit ihren Ferngläsern hier von der Vorderkaseralm aus die Hirschbrunft auf der gegenüberliegenden Seite des Hubalmtals in Hüttschlag mit besonderer Hingabe beobachten.

Jäger im Ausnahmezustand - aus der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Salzburger Bauer"

Jäger im Ausnahmezustand – aus der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Salzburger Bauer“

Die Hirschbrunft ist für Naturliebhaber und natürlich Jäger einer der Höhepunkte im Jahr. Der Vorgang, der der Arterhaltung des Rotwildes dient ist von einem spektakulären Schauspiel begleitet. Da gibt es ein Tag und Nacht hörbares kräftiges Röhren (Brunftschrei) der Hirschen mit dem sie sich bei ihren Rivalen Respekt verschaffen und wahrscheinlich auch dem „Tier“ (das ist die phantasievolle Bezeichnung des weiblichen Hirsches) imponieren wollen. Begleitet ist die Brunft überdies von heftigen Rangkämpfen unter den Hirschen, garniert mit Jagden und Fluchten. Der Stärkere gewinnt und hat sich damit beim „Tier“ den besseren Startplatz für die Paarung ergattert – der Titel nennt sich dann „Platzhirsch“. Drei Wochen dauert die Hirschbrunft an, diese Zeit zählt auch in der Wandersaison zu den Höhepunkten, weil das Naturerleben selten intensiver ist.

Ja und irgendwann finden wir den Hirschen in der Pfanne wieder, wo er sich auch bestens macht. Als heimisches Lebensmittel, das gesund in unseren Wäldern und Wiesen herangewachsen ist. Mit besten Klimabilanzwerten selbstverständlich, ohne aufwändige Transporte von irgendwo her aus der Weltgeschichte.  In der Großarltaler Gastronomie haben jetzt auch die Wildwochen Saison (siehe Auflistung am Ende dieses Beitrags). Das ist auch ein gutes Zeichen wie bei uns Regionalität gelebt wird.

Regionalität ist mit dem höchsten Bauernmarkt der Alpen auch für Ski amadé ein großes Thema. Bei den gestern stattgefundenen hochkarätig besetzten „Ski amadé Expertengesprächen“ wurde der ständig steigende Wert von regionalen Produkten erneut ins Bewusstsein gerückt. Hier sind wir im Großarltal eh schon gut und richtig unterwegs. Bei unsere Produkten auf den 40 Almhütten beispielsweise, oder beim Wild, oder bei der Genussregion „Großarltaler Bergbauernkäse“, oder beim Fastarzneimittel Vogelbeerschnaps usw. Diese Auflistung ließe sich noch länger fortsetzen. Was wir gestern bei den Expertengesprächen auch vermittelt bekommen haben ist, dass Regionalität natürlich mehr ist als Speis und Trank aus der Heimat. Etwa auch Sprache und anscheinend gilt hier die für uns nicht gerade nachteilige Regel: je unverständlicher desto besser! Seig passt scho. Und was Sie am Bild am Anfang dieses Beitrages sehen, ist ebenfalls ein Teil von Regionalität. Ja, so ticken wir nämlich auch. Nicht so wenige von uns zumindest.

Jenen die uns im Blog schon lange verfolgen, ist nachstehende Poesie mit Tiefgang schon einmal untergekommen, aber weil es so gut zum Thema passt hier zum würdigen Abschluss dieses Artikels nocheinmal (Copyright: Uko Chris):

Der Hirsch springt hoch,
der Hirsch springt weit,
is a wurscht,
er hat eh leicht Zeit.

Wildtage- bzw. Spezialitätenwochen mit Produkten aus unserer Region:
28.08. – 02.10.2016:     Bauernherbst-Spezialitäten im Schützenhof
22.09. – 02.10.2016:     Wildspezialitäten beim Gasthof Talwirt
06.10. – 23.10.2016:     Wildtage im Aschaustüberl (jeweils DO bis SO)
05.10. – 09.10.2016:     Wildtage im Kaminstadl
09.10. – 16.10.2016:     Wildspezialitätenwoche im Hotel Großarler Hof
14.10. – 23.10.2016:     Wildspezialitätenwoche im Hotel Auhof
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