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Alles über Schnee

Als ich unseren Betriebsleiter Alois heute nach einer Besichtigung des bisherigen Fortschritts in der Schneeerzeugung fragte, ob man die eher wahrscheinliche Prognose für den auf das Wochenende geplanten Betriebsbeginn bereits abschätzen könnte antwortete er mir mit „Ebbs werschts scho werdn“. Ohne das jetzt wortwörtlich ins hochdeutsche zu übersetzen, ist eine derart gestaltete Aussage nicht als abschlägig, sondern als vorsichtig positiv zu werten.  Was es genau „werscht“ mit unserem Saisonbeginn am Samstag, den 28. 11. 2015, kristallisiert sich in den nächsten Tagen heraus. Die weiteren Lichtblicke: es bleibt ordentlich kalt und für Mittwoch und Donnerstag könnte auch noch Naturschnee unserem Ansinnen zu Hilfe kommen.

Wahrscheinlich ist gerade jetzt eine gute Zeit für eine kurze Einschulung im Hinblick auf die Grundlage des Wintersports, des Schnee’s. Wir dürfen hier auf einen durchaus unterhaltsamen in diesen Tagen in den Salzburger Nachrichten erschienenen Artikel zurückgreifen. Danke an die SN und Herwig Steinkellner, welche uns die Verwendung nachstehenden Artikels gestattet haben.

 

Rieselt Schnee wirklich leise? Wie groß war die bislang größte amtlich gemessene Schneeflocke? Was ist Blutschnee? Und warum ist Schnee eigentlich weiß? Viele Geheimnisse umranken die weichen Flocken – wir haben die Antworten!

Schnee – was ist das eigentlich?

Schneeflocken bestehen aus winzigen, symmetrischen Schneekristallen – jeder für sich ein Kunstwerk. Voraussetzung für die Entstehung von Schnee sind feuchte Luft und niedrige Temperaturen. An winzigen Staub- oder Rußpartikeln gefriert Wasserdampf, bis die Schneeflocke so schwer wird, dass sie zu Boden fällt. Die Temperatur entscheidet darüber, welche Form ein Schneekristall hat: Je kälter es ist, desto plumper ist die Gestalt der Flocken. Sternförmige Kristalle brauchen etwas mehr Wärme.

Wie groß wird eine Schneeflocke?

Große Schneeflocken entstehen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Je kälter, desto kleiner sind die Flocken. Bei minus 20 ºC rieselt der Schnee als feiner Eisstaub auf die Erde. Die Durchschnittsflocke hat einen mittleren Durchmesser von etwa fünf Millimetern. Laut Guinnessbuch der Rekorde wurde die größte Schneeflocke 1887 in Montana, USA, gesehen: mit 38 Zentimetern Durchmesser!

Wird Schnee beim Fallen schneller?

Eine Schneeflocke rieselt und taumelt, tanzt und gleitet mit gut vier Kilometern pro Stunde zu Boden. Sie kann zwar auf dem Weg vom Himmel weiter wachsen, wenn die Luft entsprechend feucht ist, sie wird aber nicht schneller, da der Luftwiderstand dem Gewicht entgegenwirkt.

Winterstimmung im Großarltal - Foto: Thomas Wirnsperger

Winterstimmung im Großarltal – Foto: Thomas Wirnsperger

Wie entsteht Kunstschnee?

Ab 1 ºC können Schneekanonen eingesetzt werden. Sie erzeugen einen starken Luftstrom, in den Düsen kleine Eiskristalle blasen. Die Wassertröpfchen aus der Luft legen sich um die Eiskristalle – je trockener die Luft, umso besser.

Leise rieselt der Schnee – richtig?

Nur bedingt: Wenn eine Schneeflocke aufprallt, gibt sie rein physikalisch einen hemmungslosen „Todesschrei“ von sich. Denn die in ihr eingeschlossenen Luftbläschen erzeugen beim „Grounding“ einen Ton mit einer Frequenz von 50 bis 200 Kilohertz. Das ist aber so hoch, dass dieses Geräusch von uns Menschen nicht gehört werden kann.

Warum ist Schnee weiß?

Schneeflocken sind eigentlich farblos, wie Wassertropfen. Sie reflektieren wie kleine Spiegel das Licht – und da Sonnenlicht weiß ist, erscheint uns Schnee weiß.

Wie viel wiegt Schnee?

Eine Durchschnittsflocke bringt 0,004 Gramm auf die Waage. Der leichteste Schnee – Pulverschnee – wiegt 60 Kilogramm pro Kubikmeter, der schwerste – Nassschnee – kommt auf bis zu 800 Kilogramm pro Kubikmeter.

Haben Inuit viele Wörter für Schnee?

Das ist ein weitverbreiteter Irrtum! Die Ureinwohner von Grönland verwenden tatsächlich nicht mehr Wörter für Schnee als andere Völker. Ihren Anfang nahm die Legende, als der deutsche Ethnologe und Sprachwissenschafter Franz Boas 1911 berichtete, die „Eskimos“ hätten vier unterschiedliche Begriffe für Schnee. Die Medien berichteten – und die Zahl der angeblichen Wörter nahm stetig zu. Sehr wohl gibt es aber in der Inuitsprache Zusammensetzungen wie „fallender Schnee“ als ein Wort.

Wo genau befindet sich der Snow?

In Eurasien. Der Snow ist nämlich ein Zufluss der Desna. Die ist wiederum ein Nebenfluss des Dnjepr, der durch Russland, Weißrussland und die Ukraine fließt.

Was ist Blutschnee?

Das ist rötlich gefärbter Altschnee, der im Sommer in Hochgebirgen und in den Polarregionen zu finden ist. Die Färbung erhält er durch einzellige Algen. Vom Genuss wird abgeraten. Apropos:

 

Worüber hat der Verfasser bei dieser Recherche am meisten gelacht? Über eine Weisheit aus Schottland: „Never eat yellow snow“ –:=)

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