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Auf den Spuren einer großen Persönlichkeit

Die Fülle an Arbeit und der eine oder andere Feierabend haben in der körperlichen Kondition ihre Spuren und Kratzer hinterlassen. Also ist es Zeit wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Noch dazu bei einem Wintertag wie aus dem Bilderbuch. Skitouren sind ein Idealrezept zur Steigerung körperlicher wie auch geistiger Fitness und sollen der Skitour-Grossarltal-050110_1Kondition heute wieder etwas auf die Sprünge helfen. Momentan ist der Naturschnee auch im Großarltal noch etwas ungleich verteilt – das Skigebiet hat mehr davon als andere Gebiete im Tal, das ist auch in Ordnung so, weil da gehört der Schnee schließlich auch vorrangig hin. Das Ziel für die Einsteigertour im Sinne körperlicher Wiedergutmachung ist daher das Arltörl (1.797 m) in der Roslehenalm, an der vielen Skisportlern geläufigen Skiroute Bergland (Piste 11).

Der erste Teil der Strecke wird mit der 8er Kabinenbahn Hochbrand überwunden. Das ist natürlich kein Zeichen von Bequemlichkeit, sondern man gewinnt schnell Höhenmeter die man gegebenenfalls dann nach oben anschließen könnte und spart sich zudem die doch etwas gefährlichere Strecke über die Piste. Außerdem wäre es doch ein Frevel eine so teuere und moderne Seilbahnanlage nicht entsprechend auszunützen.

Dann werden bei der Bergstation unverschwitzt angekommen  Ski und Felle angezogen und über die Skiroute in leichtem bis mäßigen Anstieg das Gebiet der Roslehenalm angegangen. Hier war in den Jahren 1955 bis 1959 der in Skitour-Grossarltal-050110_3Österreich sehr bekannte Sepp Forcher als Hüttenwirt des Bergland-Skiheims tätig. Seine Fernsehsendung „Klingendes Österreich“, die immer vor einer Kulisse naturbelassener Landschaften mit ausschließlich echter Volksmusik spielt, ist eine der erfolgreichsten Formate im Österreichischen Fernsehen. 1956 hat Sepp Forcher auch hier im „Bergland-Skiheim“ in der Gaststube geheiratet, nachdem die Arltörlkapelle als ursprünglicher Trauungsort wegen starken Wintereinbruchs nicht mehr erreichbar war. Das sage ich jetzt nur nach, aber angeblich war die Zeit hier in der Roslehenalm für die Familie Forcher nach deren Eigendefinition die schönste Zeit in ihrem Leben.

Das Stichwort „Arltörlkapelle“ bringt mich wieder zurück in die Gegenwart. Es ist nicht mehr weit dorthin, genau am Übergang vom Großarltal ins Gasteinertal. Das war früher auch die wichtigste Verbindung zwischen diesen beiden Tälern. Für mich endet die Skitour heute hier, am rechten Fuß hat’s bereits eine Blase aufgezahrt, mein Magen merkt anSkitour-Grossarltal-050110_2 dass es schon fast Mittag ist und man soll die erste Skitour in diesem Winter auch nicht gleich übertreiben. Für alle die noch mehr Willen, Zeit oder Kondition haben würde sich vom Arltörl Richtung Norden der Schuhflicker anbieten oder in die andere Richtung das Kieserl.

Und dann war da heute noch der Florian, einer der besten Sportler in unserem Tal, der allein heute so weit ich richtig gerechnet habe mit seinen Tourenskiern fast 3.000 Höhenmeter bewältigt und mich zuerst getrieben und dann gnadenlos überholt hat; Gottfried und Ruperta die ich schon seit der Kindheit kenne und die mir am Arltörl nette Gesellschaft geleistet haben; der Schluck Vogelbeer der heute im Rucksack geblieben ist weil die nette Unterhaltung ihn vergessen hat lassen; und eine sehr schöne Abfahrt ins Tal bei, man möcht’s kaum glauben, perfekten Pulverschneebedingungen.

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